MoneyFit 3, Kommentar für Lehrpersonen

Lehrmittel zum Umgang mit Geld

In der Schweiz hat jede dritte Person im Alter zwischen 18 und 25 Jahren Schulden – Steuerschulden, Mietschulden, Krankenkassenschulden, überzogene Kreditkarten, unbezahlte Konsumrech-

nungen.

In den letzten Jahren wurde immer deutlicher, wie wichtig ein früher, gut angeleiteter Umgang mit Geld ist. Zwar sind die Bedeutung des Elternhauses und die Vorbildfunktion der Eltern für den verantwortungsvollen Umgang mit Geld gross, doch kann auch die Schule einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Finanzkompetenz ihrer Schülerinnen und Schüler leisten. Das vorliegende Lehrmittel «MoneyFit 2» von PostFinance nimmt diese Aufgabe wahr, indem es die Schülerinnen und Schüler durch die, für diese Altersstufe relevanten, Themen im Umgang mit Geld begleitet.

Anhand der sechs Module «Umgang mit Knappheiten», «Arbeit und Lohn», «Zahlungsverkehr», «Eigene unternehmerische Aktivitäten», «Schulden und Investitionen» sowie «Sparen» befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit Aspekten des Geldes, des Konsums und des Lebensstils, die auf dem Lehrplan 21 basieren. Im Zentrum stehen dabei nicht nur Wissensvermittlung und Fragestellungen rund ums Geld, sondern auch die Auseinandersetzung mit Bedürfnissen, (Konsum-)Wünschen, Kaufentscheidungen und persönlichen Haltungen. Immer wieder reflektieren die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Einstellungen und vergleichen sie mit jenen Gleichaltriger. Daneben erwerben sie ein breites Repertoire an Fertigkeiten im Umgang mit Geld: Sie erstellen Budgets, vergleichen Angebote, lernen, ihre Ausgaben zu planen und zu kontrollieren – auch mit Blick auf persönliche Sparziele. Damit wird das Lehrmittel der Kompetenzorientierung, wie sie im Lehrplan 21 gefordert ist, auf vielfältige Weise gerecht.

Die Themen des Lehrmittels sind in einzelne Situationen einer Geschichte eingebettet, in deren Mittelpunkt eine Familie steht. Anhand von kurzen Comicsequenzen versetzen sich die Schülerinnen und Schüler in die Rolle der Geschwister Julie und Brian, aus deren Blickwinkel sie die Situationen erleben. Die daran anschliessenden Aufgaben leiten zu einer vertieften Auseinandersetzung an.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Klasse viel Freude mit dem neuen Lehrmittel und der Familie Fischer-Taylor.

Dr. Werner Kolb

EINFÜHRUNG

Aufbau des Lehrmittels

Das Lehrmittel besteht aus einem Heft für Lernende und einer Webapplikation unter moneyfit.postfinance.ch. Die Onlinelernplattform wird auf Seite 2 des Lehrmittels vorgestellt.

Durch die Themen des Heftes führt Familie Fischer-Taylor, die auf Seite 3 vorgestellt wird. Anhand spezifischer Situationen einzelner Familienmitglieder werden die Lernenden in die Themen rund ums Geld eingeführt.

Überblick über die Module

Das Heft ist in sechs Module gegliedert, die jeweils durch einen Comic eröffnet werden. Ausgehend von den Fragestellungen im Comic folgen Inputs, Aufgaben und Diskussionsthemen für die Gestaltung des Unterrichts.

Die Lösungen der Aufgaben bilden den Abschluss des Lehrmittels (Seiten 28–32). Damit besteht für die Lernenden die Möglichkeit zum autonomen Lernen und zur Selbstkontrolle.

(Hinweis:, In Spalte 3 der folgenden Übersicht über die Themen und Lernziele von MoneyFit 3 sind die Kategorien von MoneyFit 1 aufgeführt. Damit wird ein Bezug zu MoneyFit 1 ermöglicht.)

Themen MoneyFit 3

Lernziele

Kategorien aus MoneyFit 1

Modul 1: Lohn, Versicherungen, Budget

• Lohnabrechnung und Budget

• Vorsorgesystem der drei Säulen

Die Lernenden

• können Funktion und Kosten verschiedener Kreditkarten vergleichen;

• kennen die Bedeutung der Begriffe «Bruttolohn», «Nettolohn» und «Spesen» und sind in der Lage, die einzelnen Positionen ihrer Lohnabrechnung zu erläutern;

• können die drei Säulen unseres Vorsorgesystems benennen und die Funktion der einzelnen Säulen erklären;

• verstehen das Solidaritätsprinzip von Versicherungen;

• kennen die Risikoabdeckung durch obligatorische und fakultative Versicherungen;

• können zu einem Lehrlingsbudget konkrete Sparvorschläge formulieren und darüber diskutieren.

Geld verdienen

Modul 2: Internethandel

Die Lernenden

• verstehen Geld in seiner elektronischen Form;

• kennen die Zahlungsarten im Internt-handel;

• können wichtige rechtliche Aspekte sowie die Vorteile und Gefahren des Zahlungsverkehrs im Internethandel nennen.

Geld verstehen

Modul 3: Kauf – Finanzie-rung

• Fixkosten, variable Kosten, Amortisation

• Leasing und Konsumkredit

• Budget

• Schuldenfallen

Die Lernenden

• können Funktion und Kosten verschiedener Kreditkarten vergleichen;

• kennen die Begriffe «Fixkosten», «variable Kosten», «Unterhaltskosten» und «Amortisation» und können sie auf ein altersrelevantes Beispiel anwenden;

• können die Möglichkeiten zur Finanzierung einer grösseren Anschaffung in Bezug auf Kosten und Risiken beurteilen;

• können die Bedeutung eines Budgets abschätzen und Gefahren von Verschuldung aufzeigen.

Geld ausgeben

Modul 4: Kaufvertrag

• Elemente bzw. Schritte des Kaufvertrags

• Rechte und Pflichten der Vertragsparteien

• Probleme beim Kaufvertrag

Die Lernenden

• können die einzelnen Schritte beim Kaufvertrag aufzeigen;

• können die Rechte und Pflichten der Vertragsparteien beim Kaufvertrag nennen;

• kennen die Möglichkeiten, sich bei Lieferverzug oder mangelhafter Lieferung zu wehren.

Geld ausgeben

Modul 5: Selbstständigkeit

• Aspekte der ersten Schritte in die selbstständige Lebensführung

• Finanzielle Konsequenzen

• Mietvertrag

• Versicherungen

Die Lernenden

• können wesentliche Auswirkungen des elternunabhängigen Wohnens auf das Budget aufzeigen;

• können finanzielle Risiken im Zusammenhang mit dem Auszug aus dem Elternhaus nennen;

• kennen Möglichkeiten der Schadendeckung dieser Risiken durch Versicherungen.

Geld ausgeben

Modul 6: Sparen

• Sparen – Rückstellungen

• Weniger ausgeben

• Sparformen

Die Lernenden

• können das Prinzip des Sparens erläutern;

• können Tipps für preisbewusstes Einkaufen zusammentragen, vergleichen und gewichten;

• können den Zusammenhang von Risiko und Rendite erklären;

• können Möglichkeiten zur Geldanlage nennen sowie Renditechancen und Risiken der einzelnen Anlagemöglichkeiten beurteilen.

Geld verwalten

MoneyFit 3 greift viele der Themen aus Moneyfit 2 im Sinne eines Spiralcurriculums wieder auf (z.B. Lohn, Zahlungsverkehr, Sparen, Schulden), geht aber im Hinblick auf eine selbstständige Lebensführung vermehrt auf rechtliche Aspekte und Versicherungsfragen ein.

Überblick über die drei Lehrmittel

MoneyFit 3 ist das letzte Lehrmittel der MoneyFit–Reihe. Es ist auch unabhängig von MoneyFit 1 (Mittestufe) und MoneyFit 2 (Sekundarstufe I) einsetzbar. Die beiden nachfolgenden Tabellen geben eine thematische Übersicht über MoneyFit 1 und MoneyFit 2.

a) MoneyFit 1

Kategorien

Themen

Lernziele

Geld verstehen

Modul 1:

• Tauschhandel und Tauschmittel

• Zweck des Geldes

• Münz- und Papiergeld

Die SuS

• kennen die Bedeutung des Tauschhandels früher und heute;

• können wichtige historische Tauschmittel aufzäh-len;

• wissen, wie sich der Tauschhandel durch die Erfin-dung von Münzen verändert hat;

• kennen die Vorteile von Münz- und Papiergeld;

• wissen, dass das Teilen selbst in unserer Gesell-schaft heute noch eine Bedeutung hat;

• kennen die Bedeutung von Sprichwörtern zum Thema Geld.

Geld verdienen

Modul 2:

• Geldkreislauf

• Geld selbst verdienen

Die SuS

• wissen, wie Menschen ihr Geld verdienen;

• können Unterschiede zwischen Dienstleistung, Produktion und Handel sowie deren Vor- und Nachteile benennen;

• kennen verschiedene Begriffe für «Lohn»;

• wissen, was ein Businessplan ist, und können einen einfachen Businessplan erstellen;

• kennen die Begriffe «Einnahmen» und «Ausgaben» und können sie richtig zuordnen;

• haben ein erstes Verständnis davon, wie Geld und Güter getauscht werden.

Geld verwalten

Modul 3:

• Wünsche, Bedürfnisse, Pläne

• Kosten abwägen

• Einfaches Budget erstellen

Die SuS

• wissen, wozu Pläne und Budgets dienen;

• können für eine gegebene Situation ein Budget erstellen;

• können für sich selbst ein Budget erstellen;

• erkennen, wie sie persönlich mit Wünschen umge-hen;

• erkennen, wo Sparen hilft, Wünsche zu erfüllen;

• können selbst einen konkreten Sparplan entwickeln und das Sparziel in Etappen unterteilen.

Geld ausgeben

Modul 4:

• Konsumwünsche

• Rolle von Werbung und Labels

• Kaufentscheide

• Rechtliche Aspekte des Kaufs (Kaufvertrag)

• Umgang mit Taschengeld

Die SuS

• kennen Wünsche von Jugendlichen;

• kennen eigene Wünsche, insbesondere Konsum-wünsche;

• wissen, wie sie von Werbung und Labels beeinflusst werden;

• wissen, was sie ausser Trends und Werbung bei der Produktwahl und beim Kaufen beeinflusst;

• kennen den Unterschied zwischen Barkauf und Ratenkauf;

• können ihre Einnahmen und Ausgaben in einer einfachen Übersicht oder Ausgabenkontrolle darstellen.

b) MoneFit 2

Themen MoneyFit 2

Lernziele

Kategorien aus MoneyFit 1

Modul 1: Umgang mit Knappheiten

• Zwang zur Auswahl

• Jugendlohn

• Umgang mit Geld und Zeit

• Erfahrungen mit Werbung

Die SuS

• können Möglichkeiten zum verantwortungsvollen Umgang mit eigenen finanziellen Ressourcen darlegen;

• können Kaufentscheidungen auf der Basis relevanter Kriterien fällen;

• kennen unterschiedliche Einflüsse auf die Gestaltung des Konsumalltags;

• können die Bedeutung solcher Einflüsse für das eigene Konsumverhalten reflektieren;

• können ausgewählte Marketingstrategien erkennen und über deren Einfluss auf die Konsumentscheidungen diskutieren.

Geld ausgeben

Modul 2: Arbeit und Lohn

• Arbeit (für Jugendliche)

• Verschiedene Aspekte von «Arbeit»

• Verschiedene Aspekte von «Lohn»

• Familienbudget

Die SuS

• kennen die wirtschaftliche Bedeutung der Arbeit (einfacher Wirtschaftskreislauf);

• stellen Überlegungen zum persönlichen Sinngehalt der Arbeit an und können darüber diskutieren;

• können über die soziale Anerkennung der Arbeit und die unterschiedliche Wertschätzung von Tätigkeiten bzw. Berufen nachdenken;

• kennen einige wesentliche Gründe für Lohnunterschiede;

• können anhand von Familienbudgets die Auswirkungen unterschiedlicher Löhne auf die Handlungsspielräume im Familienalltag und auf die Sparmöglichkeiten aufzeigen.

Geld verdienen

Modul 3: Zahlungsverkehr

• Bargeldloser Zahlungsverkehr

• Verschiedene Zah-lungsarten

Die SuS

• kennen das Prinzip des bargeldlosen Kaufs;

• können Formen des Zahlungsverkehrs beschreiben;

• können sich über Vor- und Nachteile der gängigen Zahlungsarten informieren und die Ergebnisse vergleichen.

Geld verstehen

Modul 4: Eigene unternehmerische Aktivitäten

• Pausenkiosk planen

• Businessplan erstellen

• Einige Risiken beurteilen

• Erfolg berechnen

Die SuS

• erfahren wirtschaftliches Handeln aus unternehmerischer Sicht (Seitenwechsel);

• können in Ansätzen die Komplexität eines Pausenkiosks abschätzen;

• können einige unternehmerische Risiken beurteilen;

• kennen eine Möglichkeit, den Erfolg eines Unternehmens zu berechnen.

Geld verdienen

Modul 5: Schulden und Investitionen

• Budget

• Kredit

• Leasing

• Schulden

• Investition

Die SuS

• können anhand unterschiedlicher Budgets von Berufslernenden die finanziellen Spielräume beurteilen;

• können sich über vertragliche Bedingungen bei Leasing- und Kreditverträgen informieren;

• können die rechtlichen und finanziellen Verpflichtungen dieser Vertragsarten einschätzen;

• können die Vor- und Nachteile von Kredit und Leasing einander gegenüberstellen;

• können anhand eines Beispiels die Kosten beider Finanzierungsvarianten berechnen;

• kennen den wesentlichen Unterschied zwischen Schuld und Investition.

Geld ausgeben

Modul 6: Sparen

• Verschiedene Aspekte des Sparens

• Anlageformen

• Zinseszins

• Zusammenhänge von Rendite, Liquidität und Risiko

Die SuS

• kennen Möglichkeiten des Sparens und können eigene Sparziele formulieren;

• können eigene und fremde Sparerfahrungen reflektieren;

• können anhand eines einfachen Beispiels Zins und Zinseszins berechnen;

• können sich im Internet über einige gängige Anlageformen informieren und sich ein Urteil zu deren Renditemöglichkeiten und Risiken bilden.

Geld verwalten

Onlinelernplattform (moneyfit.postfinance.ch)

Die Lernplattform enthält zu jedem Modul Lernpfadaufgaben, mit denen die SuS ihr Wissen aus den sechs Modulen spielerisch überprüfen können. Die Fragen gehen zum Teil über die im Heft vermittelten Inhalte hinaus, beziehen sich inhaltlich jedoch stark am vermittelten Stoff.

Zudem bietet ein E-Book viele Links zu Audio- und Videodateien und zu zielgruppenspezifischen Websites.

Arbeitsweise im Unterricht

Die Aufgaben sind bewusst zum grössten Teil offen formuliert. Sie ermöglichen dadurch eine vielfältige Bearbeitung, die über die reine Wissensvermittlung hinausgeht. Das Reflektieren der eigenen Erfahrungen und Haltungen sowie der Einbezug von Ansichten Dritter stehen im Vordergrund.

Die Aufgaben können gut im Sinne des kooperativen Lernens in den Unterricht eingebaut werden. So wurde beim Entwickeln der Situationen und Aufgaben Wert darauf gelegt, dass die SuS sich immer wieder über ihre eigenen Haltungen austauschen, sie in Partnerarbeit darlegen und anschliessend in der Gruppe überprüfen können.

Zielgruppe

Das Lehrmittel «MoneyFit 3» richtet sich an die Klassen der nachobligatorischen Schulen (Sekundarstufe II).

Zeitbedarf

Je nachdem, ob das ganze Lehrmittel oder einzelne Teile davon durchgearbeitet werden, ist mit einem unterschiedlichen Zeitbedarf zu rechnen. Für das ganze Lehrmittel werden 15 bis 20 Lektionen benötigt.

Vorbereitung

Bevor die SuS mit dem ersten Modul beginnen, ist es von Vorteil, wenn sie sowohl den Umschlag des Heftes als auch die Seite 3 genau betrachten. Sie lernen so die Familie Fischer-Taylor und die Rollen der einzelnen Familienmitglieder kennen.

An dieser Stelle können die SuS gegebenenfalls mit Hilfe des Inhaltsverzeichnisses kurz antizipieren und Hypothesen bilden, was die Themen des Heftes sein könnten und welche Rollen die Familienmitglieder wohl übernehmen werden. Dazu eignen sich Fragen wie die folgenden:

• Wie wirkt der Vater? Ist er streng?

• Was ist die Rolle der Mutter?

• Wie ist Julie? Was sind wohl ihre Fähigkeiten?

• Was für ein Typ ist Brian? Was ist ihm wichtig?

Modul 1: Lohn – Versicherungen – Budget

Lernziele

Die Lernenden

• können Funktion und Kosten verschiedener Kreditkarten vergleichen;

• kennen die Bedeutung der Begriffe «Bruttolohn», «Nettolohn» und «Spesen» und sind in der Lage, die einzelnen Positionen ihrer Lohnabrechnung zu erläutern;

• können die drei Säulen unseres Vorsorgesystems benennen und die Funktion der einzelnen Säulen erklären;

• verstehen das Solidaritätsprinzip von Versicherungen;

• kennen die Risikoabdeckung durch obligatorische und fakultative Versicherungen;

• können zu einem Lehrlingsbudget konkrete Sparvorschläge formulieren und diese diskutieren.

Zeitbedarf

Für die Behandlung des ganzen Moduls wird mit drei bis vier Lektionen gerechnet.

Hinweise zur Durchführung

Seiten 2 und 3
Seite 4

Der Comic hat die Aufgabe, ins Thema einzuführen, hier ins Thema «Lohn – Versicherungen – Budget». Es ist sinnvoll, dass die Lernenden den Comic zuerst alleine lesen und ihn anschliessend zu zweit oder in kleinen Gruppen erforschen, die einzelnen Szenen deuten und sich ein Bild von der Situation machen.

Die folgenden Aufgaben fordern von den Lernenden eine vertiefende Recherche zum Thema «Plastikgeld». Dabei ist wichtig, dass die Antworten der Lernenden auf Fakten basieren. Annahmen und Allgemeinplätze führen an den Lernzielen vorbei.

Schliesslich sollen sie mit dem Rat an Julie (Aufgabe 7) wieder auf Julies finanzielle Situation zurückkommen und persönlich Stellung beziehen.

Die Lösungshinweise zu den Aufgaben dieses Moduls sind auf Seite 28 im Heft abgedruckt.

Seite 5

Die Lohnabrechnung (vgl. Grafik) liefert weitere wichtige Informationen zu Julies finanzieller Situation. Je nach Leistungsstärke der Klasse lohnt es sich, die Grafik intensiv zu bearbeiten und z.B. alle unbekannten Begriffe zu markieren.

Das Spotlight liefert die notwendigen Informationen zur Unterscheidung von Brutto- und Nettolohn. Diese öffnen die Türe für die folgenden Aufgaben.

Die Aufgaben 1 bis 6 fordern von den Lernenden wiederum aktive Recherchen. Gegebenenfalls können die Aufgaben zu Hause vorbereitet oder arbeitsteilig in Gruppen bearbeitet werden. Mit Aufgabe 7 kann anschliessend der Wissensstand der Klasse konsolidiert werden.

Was wäre, wenn ... operiert mit dem Begriff «Steuererklärung», der nicht eingeführt worden ist, da zahlreiche Lernende dieser Schulstufe bereits über elementare Informationen darüber verfügen. Je nach Wissensstand der Klasse sollte die Lehrperson einen entsprechenden Input liefern. Hilfreich können folgende Internetseiten sein:

www.ch.ch/de/steuererklarung-ausfullen oder www.beobachter.ch/.../steuererklaerung/.../steuererklaerung_wegleitung-...

Seite 6

In der Übersichtstabelle sind die wichtigsten Informationen zu unserem Sozialversicherungssystem zusammengefasst. Die Beiträge für die Sozialversicherungen stellen die massgebliche Basis für die Unterschiede zwischen Brutto- und Nettolohn dar.

Die Aufgaben fordern von den Lernenden eine aktive Auseinandersetzung mit dem Sozialversicherungssystem. Sie eignen sich je nach Leistungsstärke der Klasse auch für eine vorbereitende Bearbeitung zu Hause. Die Aufgaben 7 und 8 sollten aber in jedem Falle im Unterricht behandelt werden.

Je nach Wissensstand und Neugier der Klasse kann bereits hier eine Brücke zum Modul 6 «Sparen» geschlagen werden, da einige Elemente (z.B. 3a-Konto) in diese Richtung weisen.

Seite 7

Das Spotlight führt in wesentliche Aspekte des Themas «Versicherungen» ein. Für viele Familien stellen Versicherungsprämien beachtliche Ausgaben dar. Neben dem Kostenaspekt soll aber auch der Aspekt des Risikos diskutiert werden. Wann lohnt es sich, eine Versicherung abzuschliessen?

Die Aufgaben nehmen beide Aspekte auf. Die Lernenden dieser Schulstufe sollten in der Lage sein, sie selbstständig zu lösen. Dabei wird kooperatives Lernen sehr hilfreich sein.

Seite 8

Die Tabelle (Ausgabenkontrolle) führt zurück zu Julies finanzieller Situation, die aus dem Lot geraten ist. Über die Aufgaben werden die Lernenden zu einer konkreten Auseinandersetzung damit gebracht.

Dabei ist von der einen richtigen Lösung Abstand zu nehmen. Die Lernenden sollen sich über Pro und Contra zu den verschiedenen Vorschlägen austauschen und eine persönliche Position finden.

Die Diskussion führt über die persönliche Position hinaus zu einer Frage, die viele Lernende dieser Altersgruppe beschäftigt: die finanzielle Abgrenzung zum elterlichen Haushalt (hier am Beispiel des Beitrags an Kost und Logis). Auch in diesem Punkt lassen sich mehrere gültige Lösungen finden.

Die Grafik mit Julie im Kleiderladen kann zusammen mit dem Comic zu Beginn des Moduls zu einer vertiefenden Diskussion über den verantwortungsbewussten Umgang mit den eigenen Mitteln führen.

Modul 2: Handel – Internethandel

Lernziele

Die Lernenden

• verstehen Geld in seiner elektronischen Form;

• kennen die Zahlungsarten im Internethandel;

• können wichtige rechtliche Aspekte sowie die Vorteile und Gefahren des Zahlungsverkehrs im Internethandel nennen.

Zeitbedarf

Für die Behandlung des ganzen Moduls wird mit zwei bis drei Lektionen gerechnet.

Hinweise zur Durchführung

Seite 9

Der Comic hat die Aufgabe, ins Thema «(Internet-)Handel» einzuführen. Es ist sinnvoll, dass die Lernenden den Comic zuerst alleine lesen und ihn anschliessend zu zweit oder in kleinen Gruppen erforschen, die einzelnen Szenen deuten und sich ein Bild von der Situation machen.

Den Lernenden der Zielgruppe muss das Internet kaum erklärt werden. Daher ist der Fokus zum «Internethandel» knapp gehalten. Mit den anschliessenden Aufgaben wird das Vorwissen der Lernenden abgeholt. Bis auf die personenrechtlichen Voraussetzungen (vgl. Aufgabe 1 und Spotlight) sollten bei der Lösung keine Fragen auftauchen.

Aufgabe 1 zeigt auf, dass bestimmte gesetzliche Grundlagen auch für das Internet gelten und dass es sinnvoll ist, über diese Kenntnisse zu verfügen.

Die Lösungshinweise zu den Aufgaben dieses Moduls befinden sich auf Seite 29 im Heft.

Seite 10

Das Thema Internethandel wird weiter vertieft. Primär geht es darum, dass sich die Lernenden bewusst werden, warum sie welche Kaufkanäle bevorzugen.

Das Spotlight liefert einen weiteren rechtlichen Input. Die AGB bilden die bindende Rechtsgrundlage für einen Kauf im Internet. Wer aber liest schon die AGB durch? Eine Diskussion zu diesem Thema – eventuell verbunden mit einer exemplarischen Lektüre – ist durchaus wünschenswert.

Seite 11

Ähnlich wie beim Thema Versicherungen in Modul 1 ist das vorherrschende Thema hier der Umgang mit Risiken. Die Kriminalität im Internet (vgl . Spotlight) macht auch vor Digital Natives nicht Halt. Daher ist es sinnvoll, dass sich die Lernenden mit den geeigneten Gegenmassnahmen befassen (vgl. Aufgaben).

Bei leistungsstärkeren Klassen kann ein zusätzlicher Erfahrungsaustausch sinnvoll sein.

Seite 12

Das Spotlight lenkt die Aufmerksamkeit auf die Zahlungsarten im Internethandel. Damit wird im Sinne eines Spiralcurriculums ein Thema (Zahlungsarten/Zahlungsverkehr) wieder aufgenommen, das bereits ausführlich in MoneyFit 2 behandelt worden ist, allerdings neu unter dem Gesichtspunkt des Internethandels.

Einige Lernende dieser Schulstufe werden gegebenenfalls bereits anderweitig zu diesem Thema informiert worden sein. Je nach Situation kann daher diese Seite eher summarisch behandelt werden.

Das Spotlight führt knapp in das Thema ein. Die Aufgaben 1 bis 6 sind zur Vertiefung gedacht und Was wäre, wenn ...? prüft, ob das Prinzip verstanden worden ist. Aufgabe 7 führt noch einmal zurück zur Ausgangssituation (Seite 9, Aufgabe 3). Brians Verkauf über eine einfache Plattform unterscheidet sich von Usanzen der Onlineshops.

Modul 3: ZAHLUNGSVERKEHR

Lernziele

Die Lernenden

• können Funktion und Kosten verschiedener Kreditkarten vergleichen;

• kennen die Begriffe «Fixkosten», «variable Kosten», «Unterhaltskosten» sowie «Amortisation» und können sie auf ein altersrelevantes Beispiel anwenden;

• können die Möglichkeiten zur Finanzierung einer grösseren Anschaffung in Bezug auf Kosten und Risiken beurteilen;

• können die Bedeutung eines Budgets abschätzen und Gefahren von Verschuldung aufzeigen.

Zeitbedarf

Für die Behandlung des ganzen Moduls wird mit ca. zwei Lektionen gerechnet. Gegebenenfalls können Teile zu Hause vorbereitet werden. Es empfiehlt sich jedoch, die Aufgaben im Unterricht zu behandeln.

Hinweise zur Durchführung

Seite 13

Der Comic hat die Aufgabe, ins Thema «Kauf – Finanzierung» einzuführen. Hintergrund des Comics ist eine eher absurde Situation, weil sich Julies Band mit ihren finanziellen Verhältnissen nicht auf einen Autokauf einlassen dürfte.

Autos sind im Zusammenhang mit Schulden aber ein wichtiger Faktor. Daher eskaliert in diesem Modul die Situation im Sinne der Lernziele und Julie sprengt ihren finanziellen Rahmen.

Es ist sinnvoll, dass die Lernenden den Comic zuerst alleine lesen und ihn anschliessend zu zweit oder in kleinen Gruppen erforschen, die einzelnen Szenen deuten und sich ein Bild von der Situation machen.

Die Lösungshinweise zu den Aufgaben dieses Moduls befinden sich auf Seite 30 im Heft.

Die Aufgaben und Was wäre, wenn ...? beziehen sich auf die im Comic thematisierte Situation und fordern von den Lernenden einen ersten Positionsbezug.

Seite 14

Im Fokus stehen die ganz realen Unterhaltskosten für den Kleinbus. Julie hat vermeintlich ihre Hausaufgaben gemacht (vgl. Tabelle), nun sind die Lernenden an der Reihe.

Der Kleincomic mit Vater Philipp und Julie thematisiert den Ermessensspielraum, der in derartigen Berechnungen vorhanden ist. Allein der Begriff «Rostlaube» deutet darauf hin, dass Julie zu optimistisch gewesen ist. Der Kleincomic kann als Ausgangspunkt für eine vertiefende Diskussion über den Umgang mit derartigen Schätzwerten genommen werden. Unter Umständen kann dabei auch der Begriff «Risiko» (vgl. Modul 1) wieder aufgenommen werden, da dort ebenfalls Einschätzungen vorgenommen werden mussten.

Die Aufgaben setzen Recherchen der Lernenden voraus. Gegebenenfalls können diese zu Hause durchgeführt werden. Es ist wichtig, dass die Lernenden zu eigenständigen Lösungen gelangen, die auf ihre Validität hin überprüft werden.

Das Spotlight liefert Definitionen zu den zwei relevanten Versicherungsarten. Je nach Wissensstand der Klasse kann nochmals auf Modul 1 (Versicherungen) zurückgegriffen werden.

Seite 15

Selbstverständlich sind die Mitglieder der Band nicht in der Lage, den Kleinbus aus eigenen Mitteln zu bezahlen. Daher stehen die Finanzierungsarten Kredit und Leasing im Fokus. Hinzu kommt ein Verweis auf das Konsumkreditgesetz, der je nach Leistungsstärke der Klasse als Ausgangspunkt für eine Vertiefung genommen werden kann.

Weitere Informationen dazu finden sich z.B. auf www.beobachter.ch/konsum/kauf-leasing/artikel/konsumkreditgesetz_neues-gewand (Stand: 10.12.2014).

Die Aufgaben 1 bis 3 setzen z.T. Recherchen der Lernenden voraus. Leistungsstärkere Klassen können die Aufgaben zu Hause lösen. Aufgabe 4 sollte in der Klasse gelöst werden, damit der Realitätsgehalt der Lösungen kontrolliert werden kann. Die Aufgabe dient der Vorbereitung auf das Budget auf der folgenden Seite.

Seite 16

Mit der Panne und der Reparatur wird die finanzielle Situation zum akuten Problem. Julies finanzieller Rahmen wird gesprengt. Der Rat der Lernenden ist gefragter denn je.

In dieser Situation wird Julies Beitrag an Kost und Logis in Frage gestellt (vgl. dazu auch das Spotlight). Da Lernende dieser Altersgruppe sich mit der Abgrenzung vom elterlichen Haushalt (evtl. gar der Loslösung) beschäftigen, ist eine vertiefende Diskussion zu diesem Thema sinnvoll. Sie dient auch der Vorbereitung auf Modul 5.

Aufgabe 2 kann z.B. zu einer «Arena» ausgebaut werden: In einem ersten Schritt sammeln drei Gruppen («Eltern», «Jugendliche», «Moderatoren») Argumente und griffige Fragen. In einem zweiten Schritt debattieren je zwei «Jugendliche» und zwei «Eltern» unter Anleitung einer Moderatorin / eines Moderators. Die übrigen Lernenden spielen die kritischen Zuschauer.

Modul 4: kaufvertrag

Lernziele

Die Lernenden

• können die einzelnen Schritte beim Kaufvertrag aufzeigen;

• können die Rechte und Pflichten der Vertragsparteien beim Kaufvertrag nennen;

• kennen die Möglichkeiten, sich bei Lieferverzug oder mangelhafter Lieferung zu wehren.

Zeitbedarf

Für die Behandlung des ganzen Moduls wird mit zwei Lektionen gerechnet.

Hinweise zur Durchführung

Seite 17

Der Comic führt mit einer einfachen Situation in den «Kaufvertrag» ein. Es ist sinnvoll, dass die Lernenden den Comic zuerst alleine lesen und ihn anschliessend zu zweit oder in kleinen Gruppen erforschen, die einzelnen Szenen deuten und sich ein Bild von der Situation machen.

Die Lösungshinweise zu den Aufgaben dieses Moduls befinden sich auf Seite 31 im Heft.

Die Aufgaben zielen darauf ab, Unterschiede zwischen Fachgeschäft und Onlineshop hervorzuheben. Nachdem das Modul 2 bereits den Internethandel thematisiert hat, geht es nun in diesem Modul in erster Linie um die wichtigsten Kenntnisse zum Kaufvertrag. Da sind Alltagserfahrungen in realen Ladengeschäften hilfreich und anschaulich.

Der Fokus betont die wichtige Tatsache, dass der Kaufvertrag ein doppeltes Rechtsgeschäft ist, das Rechte und Pflichten für beide Parteien begründet. Das hat für die folgenden Themen Ablauf» und «Probleme» grundlegende Bedeutung.

Die Grafik stellt gewollt eine überaus simple Situation dar. Ohne Anpassung auf der einen oder anderen Seite kommt der Handel nicht zustande. Vielen Jugendlichen ist dieser Schritt nicht bewusst, da ihre Erfahrungen vor allem auf dem Einkauf im Selbstbedienungsladen beruhen, wo sie sich automatisch auf das Angebot einstellen. Würden sie ihre Erfahrungen in einem Basar gewinnen, wäre das Aushandeln Bestandteil des alltäglichen Kaufrituals.

Seite 18

Fokus und Grafiken nehmen die einzelnen Phasen des Kaufvertrages ins Visier. Wer den Ablauf bewusst gestalten kann, wird sich in aller Regel kaum je Probleme bei einem Kaufvertrag einhandeln.

Die Aufgaben greifen auf die Geschichte im Eingangscomic auf Seite 17 zurück. Die Lernenden sollen mit dem neuen Wissen diese Geschichte weiterschreiben.

Seite 19

Der Fokus hebt die Bedeutung der einzelnen Schritte beim Zustandekommen eines Kaufvertrages hervor. Die Aufgaben dienen einerseits der Vertiefung und deuten andererseits bereits erste mögliche Probleme an.

Seite 20

Fokus und Aufgaben zielen auf die häufigsten Probleme beim Kaufvertrag: Lieferverzug, Mängel bei der Lieferung, Zahlungsverzug. Die Lernenden sollen bei solchen Vorkommnissen adäquat reagieren können.

Modul 5: SELBSTstäNDIGKEIT

Lernziele

Die Lernenden

• können wesentliche Auswirkungen des elternunabhängigen Wohnens auf das Budget aufzeigen;

• können finanzielle Risiken im Zusammenhang mit dem Auszug aus dem Elternhaus nennen;

• kennen Möglichkeiten der Schadendeckung dieser Risiken durch Versicherungen.

Zeitbedarf

Für die Behandlung des ganzen Moduls wird mit zwei bis drei Lektionen gerechnet.

Hinweise zur Durchführung

Seite 21

Der Comic führt in die Auszugspläne von Julie ein. Weder Vater noch Mutter reagieren alarmiert. Wie schon in früheren Situationen gilt, zunächst einen fundierten Überblick zu gewinnen. Es ist sinnvoll, dass die Lernenden den Comic zuerst alleine lesen und ihn anschliessend zu zweit oder in kleinen Gruppen erforschen, die einzelnen Szenen deuten und sich ein Bild von der Situation machen.

Die Lösungshinweise zu den Aufgaben dieses Moduls befinden sich auf Seite 31 im Heft.

Die Aufgaben holen den Wissensstand der Lernenden ab. Es ist sehr wahrscheinlich, dass zumindest einige von ihnen schon mit den Folgen des Auszuges aus dem «Hotel Mama» konfrontiert worden sind, sei es aus beruflichen Gründen, sei es, weil z.B. ältere Geschwister diesen Schritt bereits vollzogen haben.

Der Fokus liefert hilfreiche Zusatzinformationen (Wohngemeinschaft, Faustregel zur Miethöhe, Versicherungen).

Seite 22

Die zwei Budgets stellen die Situation vor und nach dem Auszug dar. Wichtig ist zunächst, dass die Lernenden die unterschiedliche Struktur der beiden Budgets untersuchen und dabei erkennen, dass in Julies neuem Budget Positionen auftauchen, die vorher Bestandteil des elterlichen Budgets gewesen sind.

Erst nach dieser strukturbezogenen Auseinandersetzung mit dem neuen Budget sollen sich die Lernenden mit den Aufgaben befassen. Alle Aufgaben sind darauf ausgerichtet, die Lernenden selbst zu einer Stellungnahme zu bewegen. Denn Julies finanzielle Situation erlaubt den Auszug aus dem elterlichen Haushalt eigentlich nicht. Einen Ausweg aus der Situationen kann gegebenenfalls ein elterlicher Zuschuss bieten.

Seite 23

Zahlreiche Jugendliche werden beim Auszug aus dem elterlichen Haushalt mit Fakten konfrontiert, die sie zuvor nie bedacht hatten und deren finanzielle Auswirkungen sie daher auch nie berücksichtigt hatten. Der Fokus und die Aufgaben greifen einige dieser Fakten auf.

Die Aufgaben 2 und 3 beziehen sich auf die Mietzinskaution. Sie kann eine finanzielle Herausforderung bedeuten, weshalb im Markt einige (teure) Alternativen angeboten werden. Die Lernenden sollen sich mit diesen Angeboten (und ihren Folgekosten) auseinandersetzten. Das setzt allerdings Recherchearbeit voraus.

Aufgabe 4 verweist zum einem auf die nächste Seite (Thema Schadendeckung) und zum anderen zurück auf Modul 1, wo die Versicherungsfrage bereits einmal thematisiert worden ist.

Was wäre, wenn ... verdeutlicht, dass der Schritt in die Selbstständigkeit sorgfältig geprüft werden sollte. Ein Auszug aus der Wohngemeinschaft ist mit Sicherheit mit Zusatzkosten verbunden.

Seite 24

Der Fokus beschreibt die zwei im Zusammenhang mit dem Schritt in die Selbstständigkeit bedeutendsten Versicherungsarten. Wer sich aus der Deckung des elterlichen Haushaltes löst, muss die Risikosituation neu einschätzen. Für die meisten Jugendlichen stellt das eine Herausforderung dar.

Die Lernenden können die Aufgaben 1 bis 4 anhand der Angaben im Fokus lösen. Für eine Vertiefung lohnt es sich, im Internet zu recherchieren.

Spotlight: Caritas Schweiz hat zehn goldene Regeln für den Umgang mit Geld formuliert. Im Sinne eines Rückblicks auf das neu Gelernte können die Lernenden die einzelnen Regeln den entsprechenden Passagen in diesem Heft zuordnen.

Modul 6: SPAREN

Lernziele

Die Lernenden

• können das Prinzip des Sparens erläutern;

• können Tipps für preisbewusstes Einkaufen zusammentragen, vergleichen und gewichten;

• können den Zusammenhang von Risiko und Rendite erklären;

• können Möglichkeiten zur Geldanlage nennen und Renditechancen und Risiken der einzelnen Anlagemöglichkeiten beurteilen.

Zeitbedarf

Für die Behandlung des ganzen Moduls wird mit zwei bis drei Lektionen gerechnet.

Hinweise zur Durchführung

Seite 25

Der Comic führt in das Thema «Sparen» bzw. «Sparziel» ein. Es ist sinnvoll, dass die Lernenden den Comic zuerst alleine lesen und ihn anschliessend zu zweit oder in kleinen Gruppen erforschen, die einzelnen Szenen deuten und sich ein Bild von der Situation machen.

Die Lösungshinweise zu den Aufgaben dieses Moduls befinden sich auf Seite 32 im Heft.

Im Fokus wird der Begriff «Sparen» vom Begriff «Rückstellungen» abgegrenzt. Letzteres sollte den Lernenden aus der Auseinandersetzung mit den Budgets vertraut sein.

Die Aufgaben 1 bis 4 beziehen sich auf Rückstellungen bei Julie und Brian, da in der Regel die Lernenden selbst noch keine Rückstellungen bilden. Hingegen werden in Aufgabe 5 die persönlichen Sparerfahrungen der Lernenden thematisiert.

Seite 26

Sparen ist nicht nur aufgeschobener Konsum. Sparen kann auch bedeuten, mit Bedacht zu konsumieren. Der Fokus führt in einige Aspekte cleveren Wirtschaftens ein. Dieses bildet gerade auch in Bezug auf die Schuldenproblematik ein wichtiges Verhaltensmuster, und es lohnt sich, das Thema mit den Lernenden vertieft anzugehen.

Die Aufgaben sollen die Lernenden mit einigen Aspekten des cleveren Wirtschaftens vertraut(er) machen. Je nach Wissensstand und Leistungsstärke der Klasse sollen weitere vorhandene Erfahrungen zusammengetragen werden: Welche Wege führen zum günstigsten Handy? Wie lässt sich cleveres Wirtschaften im Ausgang umsetzen?

Seite 27

Auf dieser Seite steht das traditionelle Sparen im Zentrum. Wie kann Geld angelegt werden, das nicht für Konsum ausgegeben worden ist?

Der Fokus liefert dazu die zentralen Begriffe. Aufgabe 1 streift unter Bezug auf Aufgabe 5 der vorherigen Seite kurz den Zinseszinseffekt. Auch wenn das aktuelle Zinsumfeld eine vertiefte Behandlung dieses Effekts als obsolet erscheinen lässt, so ist der Begriff «Zinseszins» im Zusammenhang mit dem Sparen doch ein absolutes Muss.

In Aufgabe 2 sollen sich die Lernenden aktiv mit den Vor- und Nachteilen der thematisierten Anlageformen auseinandersetzen.

Impressum

Didaktisches Konzept und Umsetzung:

LerNetz AG – Netzwerk für interaktive Lernmedien,
Bern und Zürich

Projektleitung PostFinance AG:

Stephan Wüthrich und Laurence Kauter, Bern

Projektleitung LerNetz AG:

Raphael Wild, Pamela Aeschlimann

Autor:

Werner Kolb, Zürich

Illustrationen:

Amadeus Waltenspühl, Luzern

Layout und Satz:

LerNetz AG, Astrid Vollenweider

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1. Auflage 2014

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Finanzkompetenz für die Jugend

Seit über zehn Jahren setzt sich das Finanzinstitut PostFinance mit kostenlosen Angeboten zur Steigerung der Fnanzkompetenz der Jugend ein. Alle Angebote werden von unabhängigen Autoren und basierend auf den neuesten Lehrplänen erstellt.
Die professionell aufbereiteten Lehrmittel mit separatem Kommentar für Lehrpersonen sind innovativ und untestützen Lehrpersonen und Eltern bei der Sensibilisierung der Kinder und Jugendlichen zum Thema Geld.

PostFinance leistet somit einen wesentlichen Beitrag, damit sich Jugendliche in unserer Konsumgesellschaft kompetent, selbstständig und erfolgreich bewegen können.