MoneyFit 2, Kommentar für Lehrpersonen

Lehrmittel zum Umgang mit Geld

Basiert auf dem Lehrplan 21

In der Schweiz hat jede dritte Person im Alter zwischen 18 und 25 Jahren Schulden – Steuerschulden, Mietschulden, Krankenkassenschulden, überzogene Kreditkarten, unbezahlte Konsumrech-

nungen.

In den letzten Jahren wurde immer deutlicher, wie wichtig ein früher, gut angeleiteter Umgang mit Geld ist. Zwar sind die Bedeutung des Elternhauses und die Vorbildfunktion der Eltern für den verantwortungsvollen Umgang mit Geld gross, doch kann auch die Schule einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Finanzkompetenz ihrer Schülerinnen und Schüler leisten. Das vorliegende Lehrmittel «MoneyFit 2» von PostFinance nimmt diese Aufgabe wahr, indem es die Schülerinnen und Schüler durch die, für diese Altersstufe relevanten, Themen im Umgang mit Geld begleitet.

Anhand der sechs Module «Umgang mit Knappheiten», «Arbeit und Lohn», «Zahlungsverkehr», «Eigene unternehmerische Aktivitäten», «Schulden und Investitionen» sowie «Sparen» befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit Aspekten des Geldes, des Konsums und des Lebensstils, die auf dem Lehrplan 21 basieren. Im Zentrum stehen dabei nicht nur Wissensvermittlung und Fragestellungen rund ums Geld, sondern auch die Auseinandersetzung mit Bedürfnissen, (Konsum-)Wünschen, Kaufentscheidungen und persönlichen Haltungen. Immer wieder reflektieren die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Einstellungen und vergleichen sie mit jenen Gleichaltriger. Daneben erwerben sie ein breites Repertoire an Fertigkeiten im Umgang mit Geld: Sie erstellen Budgets, vergleichen Angebote, lernen, ihre Ausgaben zu planen und zu kontrollieren – auch mit Blick auf persönliche Sparziele. Damit wird das Lehrmittel der Kompetenzorientierung, wie sie im Lehrplan 21 gefordert ist, auf vielfältige Weise gerecht.

Die Themen des Lehrmittels sind in einzelne Situationen einer Geschichte eingebettet, in deren Mittelpunkt eine Familie steht. Anhand von kurzen ComicSequenzen versetzen sich die Schülerinnen und Schüler in die Rolle der Geschwister Julie und Brian, aus deren Blickwinkel sie die Situationen erleben. Die daran anschliessenden Aufgaben leiten zu einer vertieften Auseinandersetzung an.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Klasse viel Freude mit dem neuen Lehrmittel und der Familie Fischer-Taylor.

Dr. Werner Kolb

EINFÜHRUNG

Aufbau des Lehrmittels

Das Lehrmittel besteht aus einem Heft für Schülerinnen und Schüler (SuS) und einer Webapplikation unter moneyfit.postfinance.ch. Die Onlinelernplattform wird auf Seite 2 des Lehrmittels vorgestellt.

Durch die Themen des Heftes führt Familie Fischer-Taylor, die auf Seite 3 vorgestellt wird. Anhand spezifischer Situationen einzelner Familienmitglieder werden die SuS in die Themen rund ums Geld eingeführt.

Überblick über die Module

Das Heft ist in sechs Module gegliedert, die jeweils durch einen Comic eröffnet werden. Ausgehend von den Fragestellungen im Comic folgen Inputs, Aufgaben und Diskussionsthemen für die Gestaltung des Unterrichts.

Die Lösungen der Aufgaben bilden den Abschluss des Lehrmittels (Seiten 28–31). Damit besteht für die SuS die Möglichkeit zum autonomen Lernen und zur Selbstkontrolle.

Anders als in MoneyFit 1 sind die Module weniger kategorisch, sondern mehr situationsbezogen organisiert. Um einen Bezug zu MoneyFit 1 zu ermöglichen, sind in der folgenden Übersicht über die Themen und Lernziele von MoneyFit 2 in Spalte 3 auch die Kategorien von MoneyFit 1 aufgeführt.

Themen MoneyFit 2

Lernziele

Kategorien aus MoneyFit 1

Modul 1: Umgang mit Knappheiten

• Zwang zur Auswahl

• Jugendlohn

• Umgang mit Geld und Zeit

• Erfahrungen mit Wer-bung

Die SuS

• können Möglichkeiten zum verantwortungsvollen Umgang mit eigenen finanziellen Ressourcen darlegen;

• können Kaufentscheidungen auf der Basis relevanter Kriterien fällen;

• kennen unterschiedliche Einflüsse auf die Gestaltung des Konsumalltags;

• können die Bedeutung solcher Einflüsse für das eigene Konsumverhalten reflektieren;

• können ausgewählte Marketingstrategien erkennen und über deren Einfluss auf die Konsumentscheidungen diskutieren.

Geld ausgeben

Modul 2: Arbeit und Lohn

• Arbeit (für Jugendliche)

• Verschiedene Aspekte von «Arbeit»

• Verschiedene Aspekte von «Lohn»

• Familienbudget

Die SuS

• kennen die wirtschaftliche Bedeutung der Arbeit (einfacher Wirtschaftskreislauf);

• stellen Überlegungen zum persönlichen Sinngehalt der Arbeit an und können darüber diskutieren;

• können über die soziale Anerkennung der Arbeit und die unterschiedliche Wertschätzung von Tätigkeiten bzw. Berufen nachdenken;

• kennen einige wesentliche Gründe für Lohnunterschiede;

• können anhand von Familienbudgets die Auswirkungen unterschiedlicher Löhne auf die Handlungsspielräume im Familienalltag und auf die Sparmöglichkeiten aufzeigen.

Geld verdienen

Modul 3: Zahlungsverkehr

• Bargeldloser Zahlungsverkehr

• Verschiedene Zahlungsarten

Die SuS

• kennen das Prinzip des bargeldlosen Kaufs;

• können Formen des Zahlungsverkehrs beschreiben;

• können sich über Vor- und Nachteile der gängigen Zahlungsarten informieren und die Ergebnisse vergleichen.

Geld verstehen

Modul 4: Eigene unterneh-merische Aktivitäten

• Pausenkiosk planen

• Businessplan erstellen

• Einige Risiken beurteilen

• Erfolg berechnen

Die SuS

• erfahren wirtschaftliches Handeln aus unternehmerischer Sicht (Seitenwechsel);

• können in Ansätzen die Komplexität eines Pausenkiosks abschätzen;

• können einige unternehmerische Risiken beurteilen;

• kennen eine Möglichkeit, den Erfolg eines Unternehmens zu berechnen.

Geld verdienen

Modul 5: Schulden und Investitionen

• Budget

• Kredit

• Leasing

• Schulden

• Investition

Die SuS

• können anhand unterschiedlicher Budgets von Berufslernenden die finanziellen Spielräume beurteilen;

• können sich über vertragliche Bedingungen bei Leasing- und Kreditverträgen informieren;

• können die rechtlichen und finanziellen Verpflichtungen dieser Vertragsarten einschätzen;

• können die Vor- und Nachteile von Kredit und Leasing einander gegenüberstellen;

• können anhand eines Beispiels die Kosten beider Finanzierungsvarianten berechnen;

• kennen den wesentlichen Unterschied zwischen Schuld und Investition.

Geld ausgeben

Modul 6: Sparen

• Verschiedene Aspekte des Sparens

• Anlageformen

• Zinseszins

• Zusammenhänge von Rendite, Liquidität und Risiko

Die SuS

• kennen Möglichkeiten des Sparens und können eigene Sparziele formulieren;

• können eigene und fremde Sparerfahrungen reflektieren;

• können anhand eines einfachen Beispiels Zins und Zinseszins berechnen;

• können sich im Internet über einige gängige Anlageformen informieren und sich ein Urteil zu deren Renditemöglichkeiten und Risiken bilden.

Geld verwalten

Überblick über die drei Lehrmittel

MoneyFit 2 wird von den Lehrmitteln MoneyFit 1 (Mittelstufe) und MoneyFit 3 (Sekundarstufe 2) eingerahmt, ist aber unabhängig davon einsetzbar. Die beiden nachfolgenden Tabellen geben eine thematische Übersicht über MoneyFit 1 und MoneyFit 3.

a) MoneyFit 1

Kategorien

Themen

Lernziele

Geld verstehen

Modul 1:

• Tauschhandel und Tauschmittel

• Aufgaben des Geldes

• Münz- und Papiergeld

Die SuS

• kennen die Bedeutung des Tauschhandels früher und heute;

• können wichtige historische Tauschmittel aufzäh-len;

• wissen, wie sich der Tauschhandel durch die Erfin-dung von Münzen verändert hat;

• kennen die Vorteile von Münz- und Papiergeld;

• wissen, dass das Teilen selbst in unserer Gesell-schaft heute noch eine Bedeutung hat;

• kennen die Bedeutung von Sprichwörtern zum Thema Geld.

Geld verdienen

Modul 2:

• Geldkreislauf

• Geld selbst verdienen

Die SuS

• wissen, wie Menschen ihr Geld verdienen;

• können Unterschiede zwischen Dienstleistung, Produktion und Handel sowie deren Vor- und Nachteile benennen;

• kennen verschiedene Begriffe für «Lohn»;

• wissen, was ein Businessplan ist, und können einen einfachen Businessplan erstellen;

• kennen die Begriffe «Einnahmen» und «Ausgaben» und können sie richtig zuordnen;

• haben ein erstes Verständnis davon, wie Geld und Güter getauscht werden.

Geld verwalten

Modul 3:

• Wünsche, Bedürfnisse, Pläne

• Kosten abwägen

• Einfaches Budget erstellen

Die SuS

• wissen, wozu Pläne und Budgets dienen;

• können für eine gegebene Situation ein Budget erstellen;

• können für sich selbst ein Budget erstellen;

• erkennen, wie sie persönlich mit Wünschen umge-hen;

• erkennen, wo Sparen hilft, Wünsche zu erfüllen;

• können selbst einen konkreten Sparplan entwickeln und das Sparziel in Etappen unterteilen.

Geld ausgeben

Modul 4:

• Konsumwünsche

• Rolle von Werbung und Labels

• Kaufentscheide

• Rechtliche Aspekte des Kaufs (Kaufvertrag)

• Umgang mit Taschengeld

Die SuS

• kennen Wünsche von Jugendlichen;

• kennen eigene Wünsche, insbesondere Konsum-wünsche;

• wissen, wie sie von Werbung und Labels beeinflusst werden;

• wissen, was sie ausser Trends und Werbung bei der Produktwahl und beim Kaufen beeinflusst;

• kennen den Unterschied zwischen Barkauf und Ratenkauf;

• können ihre Einnahmen und Ausgaben in einer einfachen Übersicht oder Ausgabenkontrolle darstellen.

b) MoneFit 3

Themen MoneyFit 3

Lernziele

Kategorien aus MoneyFit 1

Modul 1: Lohn, Versicherungen, Budget

• Lohnabrechnung und Budget

• Vorsorgesystem der drei Säulen

Die Lernenden

• können Funktion und Kosten verschiedener Kreditkarten vergleichen;

• kennen die Bedeutung der Begriffe «Bruttolohn», «Nettolohn» und «Spesen» und sind in der Lage, die einzelnen Positionen ihrer Lohnabrechnung zu erläutern;

• können die drei Säulen unseres Vorsorgesystems benennen und die Funktion der einzelnen Säulen erklären;

• verstehen das Solidaritätsprinzip von Versicherungen;

• kennen die Risikoabdeckung durch obligatorische und fakultative Versicherungen;

• können zu einem Lehrlingsbudget konkrete Sparvorschläge formulieren und darüber diskutieren.

Geld verstehen

Modul 2: Internethandel

Die Lernenden

• verstehen Geld in seiner elektronischen Form;

• kennen die Zahlungsarten im Internethandel;

• können wichtige rechtliche Aspekte sowie die Vorteile und Gefahren des Zahlungsverkehrs im Internethandel nennen.

Geld verstehen

Modul 3: Kauf – Finanzierung

• Fixkosten, variable Kosten, Amortisation

• Leasing und Kon-sumkredit

• Budget

• Schuldenfallen

Die Lernenden

• können Funktion und Kosten verschiedener Kreditkarten vergleichen;

• kennen die Begriffe «Fixkosten», «variable Kosten», «Unterhaltskosten» und «Amortisation» und können sie auf ein altersrelevantes Beispiel anwenden;

• können die Möglichkeiten zur Finanzierung einer grösseren Anschaffung in Bezug auf Kosten und Risiken beurteilen;

• können die Bedeutung eines Budgets abschätzen und Gefahren von Verschuldung aufzeigen.

Geld ausgeben

Modul 4: Kaufvertrag

• Elemente bzw. Schritte des Kaufvertrags

• Rechte und Pflichten der Vertragsparteien

• Probleme beim Kaufvertrag

Die Lernenden

• können die einzelnen Schritte beim Kaufvertrag aufzeigen;

• können die Rechte und Pflichten der Vertragsparteien beim Kaufvertrag nennen;

• kennen die Möglichkeiten, sich bei Lieferverzug oder mangelhafter Lieferung zu wehren.

Geld ausgeben

Modul 5: Selbstständigkeit

• Aspekte der ersten Schritte in die selbstständige Lebensführung

• finanzielle Konse-quenzen

• Mietvertrag

• Versicherungen

Die Lernenden

• können wesentliche Auswirkungen des elternunabhängigen Wohnens auf das Budget aufzeigen;

• können finanzielle Risiken in Zusammenhang mit dem Auszug aus dem Elternhaus nennen;

• kennen Möglichkeiten der Schadendeckung dieser Risiken durch Versicherungen.

Geld ausgeben

Modul 6: Sparen

Die Lernenden

• können das Prinzip des Sparens erläutern;

• können Tipps für preisbewusstes Einkaufen zusammentragen, vergleichen und gewichten;

• können den Zusammenhang von Risiko und Rendite erklären;

• können Möglichkeiten zur Geldanlage nennen sowie Renditechancen und Risiken der einzelnen Anlagemöglichkeiten beurteilen.

Geld verwalten

Onlinelernplattform (moneyfit.postfinance.ch)

Die Lernplattform enthält zu jedem Modul Lernpfadaufgaben, mit denen die SuS ihr Wissen aus den sechs Modulen spielerisch überprüfen können. Die Fragen gehen zum Teil über die im Heft vermittelten Inhalte hinaus, beziehen sich inhaltlich jedoch stark am vermittelten Stoff.

Zudem bietet ein E-Book viele Links zu Audio- und Videodateien sowie zu zielgruppenspezifischen Websites.

Arbeitsweise im Unterricht

Die Aufgaben sind bewusst zum grössten Teil offen formuliert. Sie ermöglichen dadurch eine vielfältige Bearbeitung, die über die reine Wissensvermittlung hinausgeht. Das Reflektieren der eigenen Erfahrungen und Haltungen sowie der Einbezug von Ansichten Dritter stehen im Vordergrund.

Die Aufgaben können gut im Sinne des kooperativen Lernens in den Unterricht eingebaut werden. So wurde beim Entwickeln der Situationen und Aufgaben Wert darauf gelegt, dass die SuS sich immer wieder über ihre eigenen Haltungen austauschen, sie in Partnerarbeit darlegen und anschliessend in der Gruppe überprüfen können.

Zielgruppe

Das Lehrmittel «MoneyFit 2» richtet sich an die Schülerinnen und Schüler der siebten bis neunten Klasse (Zyklus 3, Oberstufe).

Zeitbedarf

Je nachdem, ob das ganze Lehrmittel oder einzelne Teile daraus durchgearbeitet werden, ist mit einem unterschiedlichen Zeitbedarf zu rechnen. Für das ganze Lehrmittel werden 15 bis 20 Lektionen benötigt.

Vorbereitung

Bevor die SuS mit dem ersten Modul beginnen, ist es von Vorteil, wenn sie sowohl den Umschlag des Heftes als auch die Seite 3 genau betrachten. Sie lernen so die Familie Fischer-Taylor und die Rollen der einzelnen Familienmitglieder kennen.

An dieser Stelle können die SuS gegebenenfalls mit Hilfe des Inhaltsverzeichnisses kurz antizipieren und Hypothesen bilden, was die Themen des Heftes sein könnten und welche Rollen die Familienmitglieder wohl übernehmen werden. Dazu eignen sich Fragen wie die folgenden:

• Wie wirkt der Vater? Ist er streng?

• Was ist die Rolle der Mutter?

• Wie ist Julie? Was sind wohl ihre Fähigkeiten?

• Was für ein Typ ist Brian? Was ist ihm wichtig?

Modul 1: Umgang mit Knappheiten

Lernziele

Die SuS

• können Möglichkeiten zum verantwortungsvollen Umgang mit eigenen finanziellen Ressourcen darlegen;

• kennen unterschiedliche Einflüsse auf die Gestaltung des Konsumalltags;

• können die Bedeutung solcher Einflüsse für das eigene Konsumverhalten reflektieren;

• können ausgewählte Marketingstrategien erkennen und deren Einfluss auf die Konsumentscheidungen diskutieren.

Zeitbedarf

Für die Behandlung des ganzen Moduls wird mit drei bis vier Lektionen gerechnet.

Hinweise zur Durchführung

Seiten 2 und 3
Seite 4

Der Comic hat die Aufgabe, ins Thema einzuführen, hier ins Thema «Knappheit». Es ist sinnvoll, dass die SuS den Comic zuerst alleine lesen und ihn anschliessend zu zweit oder in kleinen Gruppen erforschen, die einzelnen Szenen deuten und sich ein Bild von der Situation machen. Die einleitenden Fragen zielen auf das Verständnis des Comics ab und fordern von den SuS, persönliche Standpunkte einzunehmen.

Die Lösungshinweise zu den Aufgaben dieses Moduls befinden sich auf Seite 28 im Heft.

Das Spotlight «Knappheiten» verbindet die Qual der Wahl mit dem beabsichtigten Nutzen. Der Text kann in Einzelarbeit, in Gruppenarbeit oder in der Klasse gelesen werden. Im Sinne des kooperativen Lernens ist es möglich, dass die SuS sich zuerst allein mit dem Text und der folgenden Aufgabe befassen, sich dann zu zweit darüber austauschen und schliesslich ihre Lösungen zur Aufgabe 6 im Plenum vorstellen. Wichtig ist dabei, dass der Aspekt des Nutzens nicht vergessen geht.

Seite 5

Das Thema «Jugendlohn» nimmt das Thema «Knappheiten» unter einem Blickwinkel wieder auf, der wohl alle Jugendlichen dieser Altersklasse interessiert. Daher ist die Aufgabe 1 persönlich gehalten. Auch die Aufgaben 2 und 3 fordern einen persönlichen Stellungsbezug. Dieser kann nicht beliebig ausfallen, sondern wird mit Brians Budget verknüpft. Der konkrete Bezug erfordert plausible und konkrete Antworten. Es geht hier darum, sich einen Überblick über die vorhandenen Mittel zu verschaffen und die Ausgaben entsprechend zu planen.

Unter Umständen können die SuS die Aufgaben 1 bis 4 zu Hause vorbereiten.

Das Spotlight liefert die notwendigsten Informationen zum «Jugendlohn». Je nach Zusammensetzung der Klasse ist das Thema auch für eine Vertiefung geeignet. Weitere Informationen finden sich auf www.jugendlohn.ch, www.schulden.ch oder auf der Website von Pro Juventute.

Die Grafik (Brian als Bäckereikurier) dient als Ausgangslage für eine Diskussion darüber, wie weit persönliche Initiative den Spielraum im Umgang mit Knappheiten erweitern kann.

Seite 6

In dieser Simulation steht der angestrebte Nutzen im Vordergrund. Zwar ist die Situation für die SuS erkennbar spielerisch geprägt, doch werden weder dadurch noch durch die geschenkten 20 Franken die Regeln der Knappheit ausgehebelt.

Mit den Fragen zum persönlichen Kaufverhalten in der Tabelle werden die SuS wieder mit der Realität konfrontiert. Die Aufgaben sind bewusst plakativ formuliert und sollen auch weitere Fragen provozieren, z.B. zur Rolle von Freunden oder zum Umgang mit Frustrationen.

Die Diskussion zum Thema «Regeln im Umgang mit Knappheiten» regt die SuS an, sich eingehender mit ihrem eigenen Kaufverhalten auseinanderzusetzen.

Vertiefend kann die Diskussion auch um den Begriff «Zeit» erweitert werden (vgl. dazu auch den Comic zu Beginn des Moduls). Gelten dabei die gleichen Regeln? Und wie sieht es bei den Ressourcen «Boden» oder «(Trink-)Wasser», «Luft», «Freundschaft» oder bei einem schönen Son­nenuntergang aus? Wichtig ist dabei die Erkenntnis, dass nicht alle Knappheiten wirtschaftlicher Art sind.

Seite 7

Das Kaufverhalten der SuS-Altersgruppe korreliert stark mit dem Freizeitverhalten.

Die aufgeführte Liste der beliebtesten Freizeitaktivitäten stammt aus einer deutschen Umfrage, die Verhältnisse in der Schweiz dürften aber kaum davon abweichen.

Die Aufgaben zielen darauf ab, die Korrelation zwischen Freizeitaktivitäten und Kaufverhalten sichtbar zu machen. Das Thema kann vertieft werden, wenn der Aspekt des Nutzens bzw. des haushälterischen Umgangs mit Ressourcen in die Diskussion eingebracht wird. Oft wird dieser Aspekt beim Freizeitverhalten ausgeklammert.

Darum wird in Aufgabe 3 sowie im anschliessenden Spotlight an dieser Stelle zum ersten Mal der Begriff «Schulden» eingeführt. Denn unreflektiertes Kaufverhalten in der Freizeit birgt einiges Potenzial für erste Schuldenerfahrungen.

Auch die Grafik (Brian mit Kopfhörer) greift dieses Thema, zumal (Marken-)Kopfhörer beliebte und mitunter teure Statussymbole sind.

Seite 8

Das Spotlight lenkt die Aufmerksamkeit auf die Werbung. Die anschliessenden Aufgaben führen zu einer aktiven Auseinandersetzung mit konkreter Konsumgüterwerbung. Die Aufgaben 1 bis 4 können zur Vorbereitung auch zu Hause beantwortet werden.

Über die Tabelle «Mögliche Eigenschaften» können die SuS eine Brücke von der Werbung zu persönlichen Einstellungen schlagen. Die Diskussion zielt nicht auf eine Wertung persönlicher Eigenschaften oder Einstellungen, sondern soll zum Bewusstsein führen, dass alle Menschen von solchen Eigenschaften und Einstellungen geprägt werden und dass sich Werbung dies zunutze macht.

Je nach Potenzial der Klasse kann die Tabelle auch angepasst oder erweitert werden.

Die Grafik (Zauberfee) schliesst das Modul «Umgang mit Knappheiten» ab. Denn eine Zauberfee ist per se von allen Knappheiten befreit. Das Thema könnte vertieft werden mit der Suche nach ähnlichen Vorstellungen (z.B. Paradies, Schlaraffenland, Regenbogen mit dem Goldschatz am Ende).

Modul 2: Arbeit und Lohn

Lernziele

Die SuS

• kennen die wirtschaftliche Bedeutung der Arbeit (einfacher Wirtschaftskreislauf);

• können über den persönlichen Sinngehalt der Arbeit diskutieren;

• können über die soziale Anerkennung der Arbeit und die unterschiedliche Wertschätzung von Tätigkeiten nachdenken;

• kennen einige wesentliche Gründe für Lohnunterschiede;

• können anhand von Familienbudgets die Auswirkungen unterschiedlicher Löhne auf die Handlungsspielräume im Familienalltag und auf die Sparmöglichkeiten aufzeigen.

Zeitbedarf

Für die Behandlung des ganzen Moduls wird mit drei bis vier Lektionen gerechnet.

Hinweise zur Durchführung

Seite 9

Der Comic hat die Aufgabe, ins Thema «Arbeit» einzuführen. Es ist sinnvoll, dass die SuS den Comic zuerst alleine lesen und ihn anschliessend zu zweit oder in kleinen Gruppen erforschen, die einzelnen Szenen deuten und sich ein Bild von der Situation machen.

Die Tabelle unter dem Comic sowie die Aufgaben beziehen sich auf die Rahmenbedingungen der Ferien- und Freizeitjobs für Jugendliche. Damit sollte es möglich sein, dass die SuS zur Arbeitswelt einen Bezug herstellen können, auch wenn sie selbst noch nie einen Job übernommen haben.

Die Lösungshinweise zu den Aufgaben dieses Moduls befinden sich auf Seite 28 f. im Heft.

Das Spotlight verbindet «Arbeit» mit «Bedürfnissen» und «Einkommen». Es dürfte zu weit führen, die Zusammenhänge zu diskutieren.

Im Sinne einer Vertiefung können leistungsstärkere Klassen Beispiele für «unentlöhnte» Arbeit zusammentragen (Betreuung von Familienangehörigen, Hausarbeit usw.). Darüber hinaus können die SuS weitergehende Bedeutungen für Arbeit suchen, z.B. Arbeit im Sinne von Werk oder Arbeit im Sinne einer Energiemenge (Physik).

So kann den SuS vermittelt werden, dass das Spotlight lediglich eine wirtschaftsorientierte Beschreibung liefert.

Seite 10

Das Thema Arbeit wird um weitere Begriffe («Wertschöpfungskette», «Produktion», «Dienstleistung», «Ansehen» usw.) erweitert. Die Aufgaben verankern diese Begriffe am Beispiel der Familie Fischer-Taylor. Dabei besteht in der Bewertung einiger Spielraum. Die SuS werden sowohl den Wert (im Sinne von Wertschöpfung) als auch das Ansehen lediglich schätzen können und kaum über konkrete Messkriterien verfügen. Dies wird zu Unterschieden führen und eine gute Ausgangsbasis für die Diskussion bilden.

Auch die Grafik (Julie und Rockband bei einem Auftritt) kann als Ausgangspunkt für ein Streitgespräch genutzt werden: Ist der Auftritt Arbeit? Was spricht dafür, was dagegen?

Seite 11

Das Thema Arbeit wird um den Begriff «Lohn» erweitert. Vgl. dazu auch das Spotlight auf Seite 9. Die Aufgaben handeln von «Brutto-/Nettolohn» sowie von den «Lohnunterschieden». Beides ist bedeutend im Zusammenhang mit der Schuldenfrage. Die Kenntnis vom Unterschied zwischen Brutto- und Nettolohn hilft, Illusionen in Bezug auf die Verfügbarkeit von Ressourcen zu vermeiden. Gleiches gilt für die Lohnunterschiede, da ein kleineres Einkommen den finanziellen Spielraum stark einschränkt. Bei leistungsstärkeren Klassen kann auch eine Brücke zum Thema «Knappheiten» geschlagen werden.

Das Spotlight nennt einige Gründe für Lohnunterschiede. Die Liste ist keine abschliessende Aufzählung, sie liefert jedoch die wesentlichen Informationen für die nachfolgende Diskussion (vgl. Aufgabe 4). Diese soll aufzeigen, dass einerseits das Einkommen nicht der alleinige Massstab für eine Berufswahl sein kann und andererseits mit persön-lichen Entscheidungen auf die Höhe des Einkommens Einfluss genommen werden kann.

Die Grafik (Philipp als Buchhalter) kann als Einstieg in die oben erwähnte Diskussion genutzt werden.

Seite 12

Das Spotlight lenkt die Aufmerksamkeit auf die Verwendung des Lohnes und auf das Budget. Da das Budget im weiteren Verlauf des Heftes eine wichtige Rolle spielt, ist es empfehlenswert, wenn die SuS sich intensiv mit den Budgetbeispielen befassen. Das kann z.B. über eine Klärung von Begriffen erreicht werden. Die Analyse solcher Tabellen ist komplex, entsprechend ist ausreichend Zeit einzuplanen. Gegebenenfalls können die Aufgaben 1 und 2 zu Hause vorbereitet werden.

In einem ersten Schritt kann die erste Spalte genauer betrachtet werden. Dabei geht es um die Begriffe und deren Anordnung. Was wird aufgeführt, was fehlt? Danach können die Zahlen genauer betrachtet werden. Welches sind die grossen Ausgabenposten, welches die kleinen? Welche Werte erscheinen den SuS als eher zu hoch bzw. eher zu tief angesetzt? Weshalb?

Die Aufgaben führen zu einer aktiven Auseinandersetzung mit den Zahlen. Je nach Potenzial der Klasse kann dabei auch auf die Lohnunterschiede (Seite 11) zurückgegriffen werden.

Das Nettoeinkommen der Familie Fischer-Taylor ist durchaus beachtenswert. Dennoch sind keine grossen Sprünge möglich. Ein Auto ist z.B. nicht explizit aufgeführt. In leistungsstärkeren Klassen können die einzelnen Grössen auf ihren Realitätsgehalt überprüft werden, zumindest bei grösseren Beträgen wie «Wohnen», «Nahrungsmittel/Getränke» oder «Krankenkasse».

Was wäre, wenn ...? zeigt auf, wie schnell ein Budget gefährdet sein kann. Die budgetierten 60 Franken für den Zahnarzt reichen definitiv nicht.

Die Grafik (Nino beim Frisbeespielen) kann genutzt werden, um in einer Diskussion auf das Thema «Umgang mit Knappheiten» zurückzukommen. Welche Kosten fallen für Nino an (obligatorische Kurse, Hundesteuer, Tierarzt, Futter usw.)? Wo finden diese Beträge Platz im Budget? Würde das Geld nicht besser anders verwendet?

Seite 13

Diese Seite basiert auf den gängigen Modellen des Wirtschaftskreislaufes. Sie dient dazu, das in diesem Modul Gelernte zu konsolidieren.

Modul 3: ZAHLUNGSVERKEHR

Lernziele

Die SuS

• kennen das Prinzip des bargeldlosen Kaufs;

• können Formen des Zahlungsverkehrs beschreiben;

• können sich über Vor- und Nachteile der gängigen Zahlungsarten informieren und die Ergebnisse vergleichen.

Zeitbedarf

Für die Behandlung des ganzen Moduls wird mit rund zwei Lektionen gerechnet. Zwei der drei Seiten können die SuS gut zu Hause vorbereiten – was aber nicht heissen will, dass der Inhalt von marginaler Bedeutung ist. Es empfiehlt sich, die Aufgaben im Unterricht zu behandeln.

Hinweise zur Durchführung

Seite 14

Der Comic hat die Aufgabe, ins Thema Zahlungsverkehr einzuführen. Dabei wird vor allem das bargeldlose Zahlen dem Zahlen mit Bargeld gegenübergestellt. Das ist darum wichtig, weil das Konzept von Bargeld gegenüber dem Buchgeldkonzept nach wie vor besser verankert ist. Der Begriff «Buchgeld» wird übrigens aus Gründen der Vereinfachung nicht eingeführt.

Es ist sinnvoll, dass die SuS den Comic zuerst alleine lesen und ihn anschliessend zu zweit oder in kleinen Gruppen erforschen, die einzelnen Szenen deuten und sich ein Bild von der Situation machen.

Die Lösungshinweise zu den Aufgaben dieses Moduls befinden sich auf Seite 29 f. im Heft.

Die Aufgaben und Was wäre, wenn ...? beziehen sich auf die im Comic thematisierte Gegenüberstellung. Sie sollen verdeutlichen, wie umständlich ein Leben wäre, in dem ausschliesslich mit Bargeld bezahlt wird.

Seite 15

Auf dieser Seite werden der Zahlungsverkehr (Fokus) und der Zahlungsauftrag (Grafik) erklärt. Den Inhalt können die SuS gegebenenfalls zu Hause erarbeiten.

Seite 16

Auf dieser Seite werden die gängigen Zahlungsarten thematisiert. Den Inhalt können die SuS gegebenenfalls zu Hause vorbereiten.

Modul 4: Eigene unternehmerische Aktivitäten

Lernziele

Die SuS

• erfahren wirtschaftliches Handeln aus unternehmerischer Sicht (Seitenwechsel);

• können in Ansätzen die Komplexität eines Pausenkiosks abschätzen;

• können einige unternehmerische Risiken beurteilen;

• kennen eine Möglichkeit, den Erfolg eines Unternehmens zu berechnen.

Zeitbedarf

Für die Behandlung des ganzen Moduls wird mit zwei bis drei Lektionen gerechnet.

Hinweise zur Durchführung

Seite 17

Der Comic bereitet den «Seitenwechsel» vor. Er enthält Informationen, die später im Detail wieder benötigt werden. Es ist sinnvoll, dass die SuS den Comic zuerst alleine lesen und ihn anschliessend zu zweit oder in kleinen Gruppen erforschen, die einzelnen Szenen deuten und sich ein Bild von der Situation machen.

Die Lösungshinweise zu den Aufgaben dieses Moduls befinden sich auf Seite 30 im Heft.

Die Frage und die beiden Aufgaben nach dem Comic sollen eine persönliche Position in Bezug auf den Pausenkiosk provozieren. Immerhin fordert ein Pausenkiosk über ein ganzes Jahr hinweg das Engagement der ganzen Klasse.

Seite 18

Das Spotlight «Businessplan» hat die Aufgabe, den Seitenwechsel von der Konsum- auf die Produktions-/Dienstleistungsseite (zumindest in Ansätzen) zu vollziehen. Daher sollten die Fragen in der Klasse umfassend bearbeitet und die Ergebnisse diskutiert werden.

Der Seitenwechsel kann so die Komplexität, aber auch die Möglichkeiten aufzeigen, die sich auf der Produktions-/Dienstleistungsseite ergeben. Mit dem Entscheid für oder gegen einen Pausenkiosk werden Begründungen eingefordert, die noch einmal eine Auseinandersetzung mit den unternehmerischen Möglichkeiten und Risiken thematisieren. Diese Risiken werden auf der folgenden Seite (Was wäre, wenn ...?) konkret zur Diskussion gestellt.

Seite 19

Der Seitenwechsel wird nun auch mit konkreten Zahlen rechnerisch vollzogen. Mit einer einfachen Kassentabelle kann zusammen mit den Angaben im Comic ein finanzieller Überblick geschaffen werden. Es lohnt sich, diese Rechnung zu vollziehen. Nur so können die SuS auch anhand realer Zahlen erfahren, dass z.B. der Umsatz nicht dem Gewinn entspricht.

Modul 5: SChulden und investitionen

Lernziele

Die SuS

• können anhand unterschiedlicher Budgets von Berufslernenden die finanziellen Spielräume beurteilen;

• können sich über vertragliche Bedingungen bei Leasing- und Kreditverträgen informieren;

• können die rechtlichen und finanziellen Verpflichtungen dieser Vertragsarten einschätzen;

• können die Vor- und Nachteile von Kredit und Leasing einander gegenüberstellen;

• können anhand eines Beispiels die Kosten beider Finanzierungsvarianten berechnen;

• kennen den wesentlichen Unterschied zwischen Schuld und Investition.

Zeitbedarf

Für die Behandlung des ganzen Moduls wird mit drei bis vier Lektionen gerechnet.

Hinweise zur Durchführung

Seite 20

Der Comic, dient dazu das «Schuldenpotenzial» von Julie vorzubereiten. Er enthält Informationen, die später im Detail wieder benötigt werden. Es ist daher sinnvoll, dass die SuS den Comic zuerst alleine lesen und ihn anschliessend zu zweit oder in kleinen Gruppen erforschen, die einzelnen Szenen deuten und sich ein Bild von der Situation machen.

Die Lösungshinweise zu den Aufgaben dieses Moduls befinden sich auf Seite 30 f. im Heft.

Die Aufgaben 1 und 2 nach dem Comic appellieren an Vorurteile. Denn in der Regel verfügen die SuS nicht über die nötigen spezifischen Informationen, die eine fundierte Antwort erlauben.

Erst mit Aufgabe 3 werden die SuS aufgefordert, ein rationales Vorgehen konkret aufzuzeigen. Nach Aufgabe 4 lohnt es sich je nach Klasse, die Antworten auf die Fragen 1 und 2 noch einmal kritisch zu würdigen.

Seite 21

Auf der Basis von Lehrlingsbudgets geht es nun darum, Julies finanziellen Spielraum auszuloten. Nach der Auseinandersetzung mit den Familienbudgets haben die SuS bereits Erfahrungen mit Budgets und können daher auch mit diesen reduzierten Budgetvarianten umgehen.

Für leistungsstärkere Klassen könnten detaillierte Vergleiche zwischen den Familien- und Lehrlingsbudgets sinnvoll sein.

Im Zentrum dieser Übung steht die Erfahrung, dass der erste eigene Lohn nur wenig finanziellen Spielraum schafft. Ein beachtlicher Teil der Ausgaben muss nach wie vor von den Eltern bestritten werden.

Seite 22

Das Spotlight führt die wesentlichen Kenntnisse zu Leasing und Kredit ein. Damit sind die heute vorherrschenden Konsumfinanzierungen abgedeckt. Die Aufgaben 1 bis 4 zeigen in der Folge konkret und deutlich auf, dass Konsum auf Pump eine teure Angelegenheit ist. Vor allem die Leasingvariante erweist sich als erhebliche Schuldenfalle.

Seite 23

Im Spotlight werden die Begriffe «Schulden» und «Investition» eingeführt. In den folgenden drei Aufgaben geht es darum, Konsumschulden und Investitionsschulden gegeneinander abzuwägen. Schulden sind nicht per se negativ zu sehen. Doch Konsumschulden können den finanziellen Spielraum massiv einschränken und vielleicht gar sprengen.

Seite 24

Ist es möglich, Julies Gitarrenkauf als Investition zu betrachten? Oder handelt es sich hier eher um Konsumschulden, die unter dem Deckmantel der Investition eingegangen werden? Die Antworten sind nicht ganz eindeutig, vor allem wenn die Bandaktivität als professionelle Tätigkeit betrachtet wird.

Was wäre, wenn ...? zeigt auf, dass sich Julie auf einige Risiken einlässt, die sich negativ auf ihre finanzielle Situation auswirken können (vgl. auch Bild mit Julie). Welche Position beziehen die SuS?

Modul 6: SPAREN

Lernziele

Die SuS

• kennen Möglichkeiten des Sparens und können eigene Sparziele formulieren;

• können eigene und fremde Sparerfahrungen reflektieren;

• können anhand eines einfachen Beispiels Zins und Zinseszins berechnen;

• können sich im Internet über einige gängige Anlageformen informieren und sich ein Urteil zu deren Renditemöglichkeiten und Risiken bilden.

Zeitbedarf

Für die Behandlung des ganzen Moduls wird mit zwei bis drei Lektionen gerechnet.

Hinweise zur Durchführung

Seite 25

Der Comic führt in das Thema «Sparen» ein. Es ist sinnvoll, dass die SuS den Comic zuerst alleine lesen und ihn anschliessend zu zweit oder in kleinen Gruppen erforschen, die einzelnen Szenen deuten und sich ein Bild von der Situation machen.

Die Lösungshinweise zu den Aufgaben dieses Moduls befinden sich auf Seite 31 f. im Heft.

Im Fokus wird der Begriff «Sparen» umfassend eingeführt. Dabei werden Begriffe verwendet, die auf der Folgeseite (Spotlight) näher erläutert werden.

Aufgrund von Umfragen ist bekannt, dass Sparen für viele (SuS) ein abstrakter Begriff ohne praktische Bedeutung ist. Deshalb ist es wichtig, dass sich die SuS in der Gruppe eingehend mit (eigenen und fremden) Sparzielen und Sparerfahrungen auseinandersetzen (vgl. Aufgaben).

Seite 26

Das Spotlight liefert die im Zusammenhang mit dem Sparen wichtigsten Begriffe. Die Erklärungen sind bewusst einfach gehalten. Erst das Verständnis dieser Begriffe eröffnet den Zugang zu den folgenden Teilen des Moduls.

Einige SuS werden zusätzlichen Erklärungsbedarf benötigen (vgl. auch Julie im Comic), doch sollten Lehrpersonen in der Lage sein, ohne grosse Vorbereitung darauf einzugehen.

Der Zinseszins ist ein nicht einfach zu erklärender Begriff. Vor allem in Zeiten mit sehr tiefen Zinssätzen lässt sich der Effekt kaum nachvollziehen. Trotzdem ist es sinnvoll, das Prinzip im Zusammenhang mit dem Sparen einzuführen. Das Beispiel in den Aufgaben 1 und 2 ist sehr einfach gehalten und sollte von den SuS ohne grosse Mühe rechnerisch zu bewältigen sein.

Seite 27

Im Spotlight sind die Zusammenhänge zwischen Rendite, Risiko und Liquidität dargelegt. Das Konzept des magischen Dreiecks verdeutlicht, dass sich diese drei Anlageziele gegenseitig beeinflussen. Das Konzept wird anhand der Übersichtstabelle mit den fünf verschiedenen Anlageformen nachvollziehbar.

Aufgabe 1 führt zu einer Auseinandersetzung mit dem Inhalt der Tabelle, nur wenige Felder sind zu ergänzen. Die Ergebnisse einer Internetrecherche sind so leicht zu überprüfen.

Aufgabe 2 fordert von den SuS einen Entscheid, der auf dem eben Gelernten beruht und zudem Julies Situation berücksichtigt. Die Aufgabe ist für die SuS nicht einfach zu bewältigen. Daher ist ein Partneraustausch empfehlenswert.

Aufgabe 3 führt über das letzte Modul hinaus zu einer Rückblende über den gesamten Stoff. Die von den SuS geforderten drei Erkenntnisse sollen nochmals alle erwähnten Themen bewusst machen.

Impressum

Didaktisches Konzept und Umsetzung:

LerNetz AG – Netzwerk für interaktive Lernmedien,

Bern und Zürich

Projektleitung PostFinance AG:

Stephan Wüthrich und Laurence Kauter, Bern

Projektleitung LerNetz AG:

Raphael Wild, Pamela Aeschlimann

Autor:

Werner Kolb, Zürich

Illustrationen:

Amadeus Waltenspühl, Luzern

Layout und Satz:

LerNetz AG, Astrid Vollenweider

Lehrmittel zu beziehen bei:

PostDoc Schulservice

Postfach 32

3097 Liebefeld

postdoc@post.ch

www.post.ch/postdoc

Die Onlinelernplattform MoneyFit ist auffindbar unter:

moneyfit.postfinance.ch

1. Auflage 2014

© PostFinance AG

Finanzkompetenz für die Jugend

Seit über zehn Jahren setzt sich das Finanzinstitut PostFinance mit kostenlosen Angeboten zur Steigerung der Fnanzkompetenz der Jugend ein. Alle Angebote werden von unabhängigen Autoren und basierend auf den neuesten Lehrplänen erstellt.
Die professionell aufbereiteten Lehrmittel mit separatem Kommentar für Lehrpersonen sind innovativ und untestützen Lehrpersonen und Eltern bei der Sensibilisierung der Kinder und Jugendlichen zum Thema Geld.

PostFinance leistet somit einen wesentlichen Beitrag, damit sich Jugendliche in unserer Konsumgesellschaft kompetent, selbstständig und erfolgreich bewegen können.