MONEYFIT FÜR DIE SCHULE

MoneyFit ist eine Initiative von PostFinance mit dem Ziel, die Finanzkompetenz von Kindern und Jugendlichen zu stärken.

Auf

moneyfit.postfinance.ch

erfährst du mehr.

Lernen: Lerne den Umgang mit Geld

Mithilfe interaktiver Medien lernst du, was Geld ist, wie es verdient,
verwaltet und in eigener Verantwortung ausgegeben wird.

Spielen: Teste dein Wissen rund ums Geld

Im Spiel erfährst du, wie du mit Geld umgehst. Beantwortest du die
Testfragen korrekt, ist dir der Erfolg im Spiel gewiss.

Gewinnen: Erfahre mehr über den Wettbewerb

Zweimal im Jahr kannst du attraktive Preise gewinnen. Wie du oder deine Klasse mit etwas Glück schon bald zu den Gewinnern gehören, erfährst duunter moneyfit.postfinance.ch.

Informieren: Dieses Lehrmittel basiert auf dem Lehrplan 21

Zyklus 3, Sekundarschule, Kommentar für Lehrpersonen auf

moneyfit.postfinance.ch

DIE HAUPTPERSONEN

Im Mittelpunkt des Lehrmittels «MoneyFit 2» steht eine sympathische junge Familie. Die Familie erlebt verschiedene Situationen rund ums Thema Geld. Die Geschichten drehen sich um dieErlebnisse der Geschwister Julie (15) und Brian (14). Er verdient sein erstes Geld als Velokurier des Bäckers, sie beschäftigt sich mit dem Kauf einer neuen Bassgitarre. Beide führen dabei Buchüber ihre Einnahmen und Ausgaben.

Zudem gibt es viele Informationen zum Umgang mit dem knappen Gut «Geld», zum Wert der Arbeit, zu den Themen Zahlungsverkehr und Sparen sowie zur Planung eines Pausenkiosks undeiner grösseren Anschaffung.

Entdecke die spannende Welt des Geldes und lerne dabei viel Neues zu den Themen «Umgang mit Knappheiten», «Arbeit und Lohn», «Zahlungsverkehr», «Eigene unternehmerische Aktivitäten», «Schulden und Investitionen» sowie «Sparen».

Philipp Fischer-Taylor (Vater) ist
45 Jahre alt und Buchhalter in einem kleinen Unternehmen. Sein Hobby ist Jazzmusik. Er spielt Klavier.

Pamela Fischer-Taylor (Mutter) ist 43 Jahre alt und selbstständige Physiotherapeutin. Sie stammt aus England, wo ihre Eltern leben.

Hund Nino frisst gern feine Leckerli und ist ein begeisterter Frisbee-Spieler.

Tochter Julie besucht die 3. Klasse der Oberstufe. Sie hat bereits einen Lehrvertrag alsInformatikerin. Julie spielt Bassgitarre in einer Rockband.

Sohn Brian geht in die
2. Klasse der Oberstufe und bereitet sich auf die Aufnahmeprüfung ans musische Gymnasium vor. Sein Hobby ist Fussball.

Qual der Wahl

Brian würde gerne ans Endspiel der Champions League reisen. Beantworte folgende Fragen, und tauscht euch anschliessend in der Klasse aus:

1. Was spricht für die Reise, was dagegen?

2. In welchem Zusammenhang stehen die Aufnahmeprüfung und das Endspiel?

3. Was ist dir wichtiger? Der Besuch eines Sportereignisses oder eine Aufnahmeprüfung?

4. Was wirkt sich stärker auf Brians Zukunft aus? Das Endspiel oder die Aufnahmeprüfung?

5. Wie gehst du vor, wenn du zwischen zwei Möglichkeiten eine Wahl treffen musst? Notiere zwei oder drei Stichworte.

6. Was würdet ihr Brian raten?

SPOTLIGHT

Knappheiten

Da wir nicht genügend Zeit, Geld usw. haben, um alles zu tun, was uns einen Nutzen brächte, müssen wir eine Auswahl treffen. Dabei sollten wir darauf achten, dass wir unter den verschiedenen Möglichkeiten so auswählen, dass wir aus dem zur Verfügung stehenden Geld (oder der Zeit) den grössten Nutzen ziehen.

Übersicht verschaffen

Brian erhält von seinen Eltern monatlich einen «Jugendlohn» von 200Franken*. Damit muss er folgende laufenden Ausgaben bestreiten:

•Handy


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•Kleider/Schuhe

•Coiffeur/Körperpflege/Hygiene

•Velo/Mofa

•Schulmaterial
(ohne Lehrmittel und Ausflüge)

•Taschengeld/Diverses

* Die Höhe des Betrags richtet sich nach dem Familienbudget.

Zu seinem Geburtstag erhält Brian von den Eltern und von den Grosseltern aus England je 100 Franken. Etwa die gleichen Beträge darf er anWeihnachten erwarten. Für seine samstäglichen Bäckerei-Hauslieferungen erhält er im Monat durchschnittlich 75 Franken.

1.Setze für die Ausgaben in Brians Liste oben Beträge ein, die für dich selbst zutreffen.

2.Trage nun in das Budget unten Brians Einnahmen und Ausgaben für einen Monat ein. Wie gehst du dabei mit den Geburtstags- und Weihnachtsgeschenken um?

3. Was muss er tun, damit seine Einnahmen die Ausgaben übersteigen? Wie lange wird es dauern, bis er auf diese Weise 800 Franken sparen kann?

4. Beurteile, wie sicher die Einnahmen von der Bäckerei und aus den Geburtstags- und Weihnachtsgeschenken sind.

5. Tauscht euch zu den Lösungen in der Klasse aus. Notiert die wichtigsten Erkenntnisse an der Tafel.

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SPOTLIGHT

Jugendlohn

Mit Jugendlohn wird ein Geldbetrag bezeichnet, der einem Kind für Ausgaben in einem vorher ausgehandelten Bereich zur selbstständigen Verwaltung übergeben wird.

Nötig oder wünschbar?

Du bekommst von einem Verwandten überraschenderweise 20 Franken geschenkt. Am nächsten Tag fährst du in die Stadt.

1.Was machst du mit dem Geld? Notiere deine Entscheidung(en).

2.Begründe deine Entscheidung(en).

3.Vergleiche deine Entscheidung(en) mit einer Partnerin / einem Partner. Findet Unterschiede und Gemeinsamkeiten.

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Kaufsüchtig?

DISKUSSION

Lest noch einmal das Spotlight auf Seite 4 und erstellt Regeln, die für den Umgang mit Knappheiten sinnvoll sind. Tragt in der Klasse die Ergebnisse zusammen.

Was kostet meine Freizeit?

Gemäss einer Umfrage widmen sich Jugendliche in ihrer Freizeit am liebsten folgenden Tätigkeiten:

1. Musik hören (77 %)

2. Freunde treffen (77 %)

3. Im Internet surfen (63 %)

4. Sport treiben (45 %)

5. Faulenzen (44 %)

6. Ausgehen/Nachtleben (40 %)

7. Lesen (39 %)

8. Shoppen (38 %)

9. Reisen / unterwegs sein (34 %)

10. Fernsehen (34 %)

11. DVD schauen (32 %)

12.Hobby (31 %)

13. Kino (29 %)

14. Videogames/Computerspiele
(27 %)

15. Musik machen (20 %)

16. Sonstige (9 %)

17. Sammeln (2 %)

1.Ordne diese Liste neu nach dem durchschnittlichen monatlichen Geldbetrag, den du selbst für die einzelnenTätigkeiten ausgibst. Erstelle danach deine persönliche Rangliste in der leeren Tabelle unten.

2.Wenn du zusätzlich Geld für Dinge ausgibst, die nicht aufgelistet sind, dann füge diese am richtigen Ort in deine Liste ein.

3.Bei welchen Freizeit-Tätigkeiten hast du schon Schulden gemacht?

SPOTLIGHT

Schulden

Unter Schulden wird im Allgemeinen die Verpflichtung verstanden, jemandem Geld zurückzuzahlen.

In der Regel muss für Schulden ein Zins bezahlt werden.

Wähle eine Werbung aus, die dir in letzter Zeit besonders aufgefallen ist, und beantworte folgende Fragen:

1.Warum hat die Werbung deine Aufmerksamkeit erregt?

2.Was hat dich dazu bewogen, das Produkt genauer anzuschauen?

3.Welche Elemente in der Werbung bewegen dich zum Kauf?

4.Welchen Nutzen hat dir diese Werbung gebracht?

5.Welche der unten im Kasten aufgeführten Eigenschaften hat die Werbung angesprochen? Markiere ein oder zwei Felder.

6.Welche der unten im Kasten aufgeführten Eigenschaften ist für dich persönlich am wichtigsten? Markiere sie mit einer Farbe.

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SPOTLIGHT

Werbung

Werbung erlaubt den Konsumentinnen und Konsumenten, sich zu informieren und aus verschiedenen Möglichkeiten auszuwählen. Sie will Kundinnen und Kunden zum Kauf anregen und fördert den Absatz der Produkte. Das Gesetz verlangt, dass die Informationen zu Preis, Verwendung und Qualität der Wahrheit entsprechen müssen.

Echtes Leben

DISKUSSION

Findet heraus, welches Feld in der Klasse insgesamt als am wichtigsten markiert worden ist. Diskutiert, warum diese Eigenschaft für euch so wichtig ist. Diskutiert auch, ob diese Eigenschaft in der Werbung häufig angesprochen wird.

Ferienjobs für Jugendliche

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1.Prüfe anhand der Tabelle, ob Brian die Arbeit für die Bäckerei ausführen darf. Begründe deine Antwort.

2.Für eine rund zweistündige Tour erhält er als Trinkgeld 8 bis 10 Franken. Vom Bäcker kommen 10Franken hinzu. Das ist der Lohn für seine Arbeit. Würdest du die Arbeit zu diesen Bedingungen auch übernehmen? Begründe deine Antwort.

3.Wie könnte Brian auch noch Geld verdienen? Liste mindestens drei Alternativen auf.

4.Warum wird die Arbeit von Jugendlichen so einschränkend geregelt? Nenne mindestens einen Grund in Stichworten.

SPOTLIGHT

Arbeit

Unter Arbeit versteht man jede geplante Tätigkeit, um die Bedürfnisse einzelner Menschen oder einer Gemeinschaft zu befriedigen. Im wirtschaftlichen Sinne ist dies jede Tätigkeit, dieder Gewinnung eines Einkommens dient.

Ferienjobs

Wertschöpfungskette

Menschen arbeiten, um das Überleben zu sichern oder das Leben angenehmer zu machen. Durch Arbeit werden aus natürlichen Stoffen Rohstoffe. Mit zusätzlicher Arbeit werden aus den Rohstoffen Maschinen und Massengüter. Und mit weiterer Arbeit werden aus Maschinen und Massengütern marktfähige Produkte. Durch Handel und Verkauf gelangen diese Produkte zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Jeder dieser Schritte stiftet zusätzlichen Nutzen und damit zusätzlichen Wert. Darum der Name«Wertschöpfungskette».

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Produktion und Dienstleistung

Die Produktion von materiellen Gütern (z. B. Nähmaschinen) wird unterschieden von Dienstleistungen (z. B. Haarschnitt). Ein wichtiges Merkmal von Dienstleistungen ist, dass Erzeugung und Verbrauch (in der Regel) zurgleichen Zeit erfolgen (z. B. Musikhören bei einem Konzert).

Weitere Werte

Arbeit kann Freude und Befriedigung erzeugen und schafft soziale Kontakte, einen geordneten Tagesablauf und einen gesellschaftlichen Rang (Ansehen).

1.Untersuche Brians Familie. Ordne mit ja/nein die Arbeitsleistung der Familienmitglieder der Produktion oder der Dienstleistung zu.

2.Bewerte den Wert und das Ansehen ihrer Tätigkeit, indem du in den jeweiligen Spalten die Ziffern 1 bis 4 einträgst (Ziffer 1 ist der kleinste Wert/ das tiefste Ansehen).

3.Notiere drei Berufe, deren Wert in der Gesellschaft sehr hoch eingeschätzt oder eingestuft wird. Begründe deine Wahl.

4.Notiere drei Berufe, die in der Gesellschaft wenig Ansehen geniessen. Begründe deine Wahl.

5.Diskutiert in der Klasse die Ergebnisse. Welche Argumente sprechen für und welche gegen die gewählten Zuordnungen?

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Aus Arbeit wird Lohn

Philipp Fischer-Taylor, Brians Vater, ist kaufmännischer Angestellter und verantwortlich für die Buchhaltung eines kleinen Unternehmens. Er verdient rund 80 000Franken im Jahr.

Bruno Bauer ist Informatiker in einem Softwareunternehmen. Er verdient rund 120 000 Franken im Jahr.

Janine Schäfer ist Chefärztin in einem grossen Spital. Sie verdient rund 240 000 Franken im Jahr.

Susi Seiler ist Coiffeuse. Sie verdient rund 40 000 Franken im Jahr.

1.Sucht in Partnerarbeit im Internet nach dem Unterschied von Bruttolohn und Nettolohn in der Schweiz. Berechnet die entsprechenden Nettolöhne und tragt sie in die Tabelle ein.

2.Berechnet anschliessend den Nettolohn pro Monat. (In diesem Lehrmittel wird mit
zwölf Monatslöhnen gerechnet.)

3. Geht in Partnerarbeit von Susis Lohn aus und berechnet, wie oft er multipliziert werden muss, bis die anderen Löhne erreicht sind.

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4. Tauscht euch in der Klasse zur folgenden Frage aus: Warum werden nicht alle Menschen Chefärztin oder Chefarzt?

Notiert eure Antworten auf Post-it-Zetteln. Ordnet die Zettel anschliessend an der Wand. Auf der einen Seite stehen die Gründe, auf dieihr selbst Einfluss nehmen könnt (z. B. Leistung). Auf der anderen Seite stehen die Gründe, die ihr nicht selbst beeinflussen könnt (z. B. fehlender Ausbildungsplatz).

SPOTLIGHT

Lohn

Das Einkommen aus Erwerbstätigkeit bezeichnet man als Lohn. Er ist die Entschädigung für eine Arbeitsleistung. Weitere Bezeichnungen: Gehalt, Salär.

Lohn

SPOTLIGHT

Gründe für Lohnunterschiede

•Wenn das Resultat einer Stunde Arbeit einen hohen Wert aufweist, dann ist in der Regel auch der entsprechende Lohn hoch.

•Je mehr Ausbildung und Fachwissen es für einen Beruf braucht, desto höher ist in der Regel das Gehalt.

•Wer Verantwortung trägt oder Zusatzaufgaben übernimmt, kann mehr verdienen.

•Wenn die Nachfrage nach bestimmten Arbeitskräften gross ist, dann steigen in der Regel die entsprechenden Löhne.

•Wenn die Geschäfte gut laufen, können die Unternehmen gute Leistungen durch Lohnerhöhungen, Boni oder Gratifikationen belohnen.

Was wird aus dem Lohn?

Budgetbeispiele für Familien mit zwei Kindern

1. Studiere die drei Budgets in der Grafik. Wo weichen die Beträge in den drei Spalten am stärksten voneinander ab? Markiere diese Beträge.

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2. Wie wirken sich diese Unterschiede auf den Alltag einer Familie aus? Halte dies inzwei oder drei Sätzen fest.

3. Pamela und Philipp erzielen pro Jahr ein Nettoeinkommen von 91 000 Franken. Umkreise in der Tabelle den Betrag, den Philipp für Kleider und Schuhe pro Monat ausgeben darf.

4. Beurteile aufgrund dieses Budgets Brians Jugendlohn (vgl. S. 5) in einem Satz.

5. Besprich deine Ergebnisse mit einer Partnerin / einem Partner.

SPOTLIGHT

Der erhaltene Lohn wird auch ausgegeben. Viele Familien geben ihr Geld aufgrund eines Budgets aus. Ein Budget ist ein in Geldbeträgen formulierter Plan für zukünftig erwartete Einnahmen und Ausgaben.

Was wäre, wenn …

Brian stürzt mit seinem Fahrrad und bricht dabei zwei Frontzähne ab. Sein Zahnarzt errechnet für die Behandlung einen Kostenvoranschlag von rund 5000 Franken. Wo lässt sich dieser Betrag im Budget unterbringen?

Das Zusammenspiel von Lohn und Arbeit, von Konsum und Produktion

1. Markiere in der folgenden Grafik das Bild, das für die «Konsumenten» steht, mit einer Farbe. Wähle eine andere Farbe für das Rechteck , das für die «Produzenten» steht.

2. Setze aufgrund deiner Kenntnis der Familie Fischer-Taylor die folgenden Begriffe in die richtigen Pfeile ein.

Brians LohnBrians Arbeit BrotPreis für Brot

3. In welchen «Pfeilen» fliesst Geld? Markiere diese mit einer weiteren Farbe.

4. Im Budget auf Seite 12 finden sich die zwei Begriffe «Steuern» und «Sparen». Trage je einen dieser beiden Begriffe in einen der Pfeile ein, die weg von dem Bild «Haushalt» führen.

5. Wähle aus der folgenden Liste einen passenden Begriff für die leeren Rechtecke aus:

AuslandBankSchuleStaatFamilie

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Wirtschaftskreislauf

1.Was meint Pamela mit dem Spruch «Nur Bares ist Wahres»? Erkläre in zwei oder drei Sätzen.

2.Warum findet Julie wohl, dass Bargeldzahlungen die Kundschaft verärgern würden? Nenne zwei Gründe und tausche dich danach mit einer Partnerin / einem Partner aus.

3.Recherchiere im Internet die Begriffe «Zahlungseingänge» und «Rechnungen». Halte die Definitionen schriftlich fest.

Zahlungseingänge:

Rechnungen:

4.Zähle drei Beispiele auf, wie heute Zahlungen getätigt werden können.

Zahlungen

FOKUS

Zahlungsverkehr

Wenn Personen oder Unternehmen anderen Personen oder Unternehmen Geld zahlen, bezeichnen wir das im Allgemeinen als Zahlungsverkehr.

In der Schweiz garantiert ein doppeltes System, dass der Zahlungsverkehr reibungslos läuft:

•Für den Massenzahlungsverkehr der Bank- und Postkundschaft steht das Zahlungssystem von PostFinance zur Verfügung.

•Für den Geldaustausch zwischen den Banken wirkt die Nationalbank als Schaltstelle.

Was wäre, wenn …

... alle Zahlungen nur mittels Bargeld erfolgen würden? Überlege, welche Auswirkungen dies auf deine Familie hätte. Halte zwei oder drei Folgen schriftlich fest. Tauscht euch in der Klasse dazu aus. Welche zwei Auswirkungen wären für euch am negativsten? Notiert sie.

Nur rund 6 Prozent des Geldes, das sich in der Schweiz im Umlauf befindet, besteht aus Noten und Münzen (Bargeld). In den allermeisten Fällen werden heute Zahlungen nicht mit Bargeld, sondern von Konto zuKonto abgewickelt. Das setzt voraus, das beide Parteien (Zahlende und Empfangende) über ein Konto bei einer Bank oder bei PostFinance verfügen.

Ablauf Zahlungsauftrag

1.Familie Fischer erhält eine Rechnung von Ninos Tierärztin, Frau Schäfer.

2.Familie Fischer gibt ihrer Bank (Bank A) den Auftrag zur Zahlung.

3.Bank A belastet das Konto Fischer und überweist das Geld an PostFinance, das Finanzinstitut von Frau Schäfer.

4.PostFinance schreibt den Betrag dem Konto Schäfer gut (Zahlungseingang).

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Beim bargeldlosen Zahlungsverkehr werden keine Münzen oder Noten hin-und hergeschickt. Den Zahlungsauftrag kann man schriftlich per Post oder elektronisch per Internet (E-Banking) oder am Postschalter erteilen.

1. Hast du auch schon einmal eine Rechnung bargeldlos bezahlt? Beschreibe deiner Partnerin / deinem Partner kurz die Situation.

2. Was ist eigentlich ein Konto? Recherchiere im Internet und definiere den Begriff in zwei oder drei Sätzen.

Zahlungsarten

Einzahlungsschein

Einer schriftlichen Rechnung liegt meistens ein Einzahlungsschein bei. Damit kannst du der Bank oder PostFinance den Zahlungsauftrag erteilen.

E-Rechnung

Du erhältst eine papierlose E-Rechnung im elektronischen Briefkasten. Mit E-Banking kannst du jederzeit diesen Briefkasten leeren und die elektronischen Rechnungen mit einem Mausklick bezahlen.

Lastschriftverfahren (LSV, Debit Direct)

Du erlaubst einem Rechnungssteller, den geschuldeten Betrag direkt von deinem Konto abzubuchen. Das ist vorteilhaft, wenn von der gleichen Stelle (z. B. Internetprovider) regelmässig Rechnungen eintreffen. Bei Fehlbuchungen kannst du eine Korrektur verlangen.

Dauerauftrag

Wenn du immer wieder den gleichen Betrag bezahlen musst (z. B. Miete), kannst du einen Dauerauftrag erteilen. Die Zahlung erfolgt jeweils automatisch am gewünschten Termin.

Kreditkarte

Wenn du deine Einkäufe mit Kreditkarte tätigst, dann bezahlt das Kreditkartenunternehmen dem Geschäft die Rech-
nung. Das Kreditkartenunternehmen gewährt dir damit einen Kredit und stellt dir monatlich eine Rechnung für die Gesamtsumme deiner Einkäufe.

Handy

Wenn du über entsprechende Funktionen auf dem Handy verfügst und registriert bist, kannst du per SMS und via App bezahlen. Der Betrag wird sofort deinem Konto belastet.

Debitkarte

Wenn du mit einer Maestro-Karte oder der PostFinance Card bezahlst, wird der entsprechende Betrag sofort deinem Konto belastet.

Prepaidkarte

Du lädst die Karte mit einem Guthaben. Der Zahlungsvorgang ist wie bei einer Debitkarte, und der Betrag wird sofort von deinem Kartenguthaben abgebucht.

Zahlungsmittel

Finde zu jeder aufgeführten Zahlungsart einen Vor- und einen Nachteil und trage diese in Stichworten in der folgenden Tabelle ein.
Informiere dich auch im Internet. Vergleiche deine Ergebnisse mit anderen Resultaten in der Klasse.

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Unternehmerinnen und Unternehmer

1.Wer in der Klasse war bereits einmal unternehmerisch aktiv und hat etwas verkauft oder einen Service angeboten? Tragt die Erfahrungen zusammen.

2.Tauscht euch in der Klasse zur Idee des Pausenkiosks aus. Sammelt auf Post-it-Zetteln Argumente für und gegen einen Pausenkiosk. OrdnetdieArgumente an einer Wand nach Pro und Kontra.

3.Beurteilt die Chance, dass die Klasse mit einem Pausenkiosk nach einem Jahr die Abschlussreise finanzieren kann. Recherchiert dazu im Internet die Kosten für eine viertägige Reise (drei Übernachtungen) nach Paris.

Businessplan

Die Schulleiterin ist mit einem Pausenkiosk einverstanden. Siemöchte aber einen kleinen Businessplan sehen und wünscht Informationen zu folgenden Fragen:

Allgemeines

•Was wird angeboten?

•Wer arbeitet mit?

•Wann ist der Start?

Pausenkiosk

•Wo steht der Kiosk?

•Welche Öffnungszeiten sind vorgesehen?

•Wie wird die Qualität der Waren sichergestellt?

•Welche Läden in der Nähe der Schule werden konkurrenziert?

•Welche Absprachen sind notwendig (z. B. Hausmeister)?

•Wie wird geworben?

Personal

•Wer übernimmt welche Aufgaben?

•Wer trägt die Gesamtverantwortung?

Finanzen

•Welche Ausstattung wird benötigt? Und was kostet sie?

•Welche Kosten fallen für den Start an?

•Wie wird der Start finanziert?

•Wie wird abgerechnet?

•Wie wird kalkuliert (Preise, Verkäufe usw.)?

•Wie wird mit Verlusten umgegangen?

Erstellt in der Klasse nach den Vorgaben der Schulleiterin einen Businessplan. Arbeitet dabei in Gruppen und tragt anschliessend die Ergebnisse zusammen. Entscheidet, ob ihr euch auf das Wagnis einlassen würdet. Welche Gründe sprechen dafür, welche dagegen?

Was wäre, wenn …

… der Pausenkiosk nicht alles verkaufen kann, weil mehrere Klassen auf Schulreise sind?

… ein Schüler krank wird, weil er sich angeblich an einem Sandwich des Pausenkiosks den Magen verdorben hat?

… der Pausenkiosk in einem Monat mehr Ausgaben als Einnahmen hat?

… der Hausmeister Beschädigungen am Mobiliar meldet, das die Schule zur Verfügung gestellt hat?

… der Kühlschrank ausfällt?

SPOTLIGHT

Businessplan

Der Businessplan (Geschäftsplan) zeigt im Detail auf, wie eine Geschäftsidee in die Tat umgesetzt wird: Welche Mittel werden benötigt? Welche Ergebnisse werden erwartet?

Businessplan

1.Im Familienbudget (vgl. S. 12) sind Rückstellungen aufgeführt. Wozu dienen sie? Ist eine solche Position auch für den Pausenkiosk gerechtfertigt? Notiere deine Antworten in zwei oder drei Sätzen.

Finanzen

Jedes Unternehmen ist gesetzlich dazu verpflichtet, die finanziellen Ergebnisse seiner geschäftlichen Tätigkeit festzuhalten. Für ein kleines Schülerunternehmen wie einen Pausenkiosk genügt eine wöchentliche Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben (vgl. dazu auch S. 5).

In der Kalenderwoche 40 verkauft die Klasse Waren für folgende Beträge: 101.50 Franken, 115.60Franken, 76.30 Franken, 113.20 Franken und 85.70 Franken. Waren im Gesamtwert von 68Franken (Ladenpreis) konnte die Klasse nicht verkaufen. Diese wurden in der Klasse gratis verteilt.

2.Berechne mit Hilfe der untenstehenden Tabelle (und der Angaben im Comic auf Seite 19), wieviel der Bäcker und Brian erhalten und wie viel in der Klassenkasse verbleibt. Vergleiche deine Resultate mit einer Partnerin / einem Partner.

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3.Nimm an, dass die Klasse im Durchschnitt eines Schuljahres (38 Schulwochen netto) gleich viel erwirtschaften kann. Welcher Betrag ist am Ende des Schuljahres in der Klassenkasse? Reicht dieser Betrag f geplante Abschlussreise?

Ein neuer E-Bass

1. Was meinst du? Ist der Preis von 3500 Franken für einen Fünf-Saiter-Bass mit Verstärker zu hoch, oder ist das gar ein Schnäppchen? Begründe deine Antwort in Stichworten.

2. Was rätst du Julie? Soll sie den Bass kaufen oder nicht? Begründe
deinen Rat in einem oder zwei Sätzen.

3. Wie gehst du vor, wenn du einen vergleichbaren Kauf tätigen willst? Notiere deine Schritte in Stichworten.

4. Tauscht in der Klasse die Ergebnisse aus.

Rechnen und planen

Pamela erstellt mit Julie ein Budget auf der Grundlage des Lehrlingslohns von 650 Franken brutto pro Monat. Dabei orientieren sie sich an den Richtlinien der Budgetberatung.

Richtlinien für Lernende, die im elterlichen Haushalt wohnen:

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1. Erstelle ebenfalls ein Budget für Julie. Orientiere dich an den oben aufgeführten Richtlinien sowie deinen Erfahrungen und trage die Werte indie leere Spalte ein.

2. Beurteile Julies finanziellen Spielraum. Halte dazu zwei oder drei Stichworte fest.

3. Liste die Kosten auf, die nach wie vor von den Eltern getragen werden. Nimm das Familienbudget von Seite 13 zu Hilfe.

4. Diskutiert in der Klasse, ob es richtig ist, dass Julie einen Teil ihrer Auslagen mit dem Lehrlingslohn selbst tragen muss.

Budgetvorlage

Caritas My Money

Leasing und Kredit

Kredit

1. Berechne, wie teuer die Bassgitarre mit dem Kredit schliesslich wird. (Wie viel Geld hat Julinach vier Jahren bezahlt?) Trag den Betrag in die untenstehende Tabelle ein.

2. Berechne nun, wie teuer die Bassgitarre bei Leasing wird (vgl. Comic, Seite 20). Trag den Betrag ebenfalls in die untenstehende Tabelle ein.

3. Vergleiche die beiden Finanzierungsmöglichkeiten. Welche Variante belastet Julies Budget weniger stark?

4. Wäge Kredit und Leasing gegeneinander ab. Recherchiere dazu auch im Internet. Notiere zwei oder drei Vor- und Nachteile in Stichworten.

5. Julie darf aufgrund ihres Alters noch keinen Kredit aufnehmen. Findest du es richtig, dass die Mutter Julie einen Kredit zu den Konditionen einer Bank gewährt?

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SPOTLIGHT

Leasing

Mit einem Leasingvertrag erhält man für eine bestimmte Zeit eine Sache zumGebrauch und bezahlt dafür eine monatliche Rate. Die Sache gehört nicht der Person, die least. Deshalb ist die Person verpflichtet, sorgfältig mit der Sache umzugehen. Sie kann sie auch nicht verkaufen oder verschenken.

Kredit

Durch einen Kredit erhält eine Kreditnehmerin / ein Kreditnehmer für eine bestimmte Zeit fremdes Geld zur Verfügung. Dafür bezahlt die Person der Kreditgeberin / dem Kreditgeber einen Zins.

Privatkredit

Schuld oder Investition?

Philipp Fischers Arbeitgeber nimmt einen Kredit von einer Million Franken zu einem Zins von 5,25 Prozent auf. Er will damit die Fabrikation erweitern. Der Kredit ist am Ende der Laufzeit von fünf Jahren zurückzuzahlen.

1. Rechne aus, wie viel die Firma zusätzlich erwirtschaften muss, damit sie sich diesen Kredit leisten kann.

2. Brians Freund Dave will möglichst bald einen Roller kaufen, um in der Freizeit damit herumzukurven. Da Dave keine Ersparnisse hat, will er für den Roller einen Kredit aufnehmen.
Von der lokalen Bank erhält Dave einen Kredit von 3200 Franken. Er muss dafür zwei Jahre lang monatlich 152.25 Franken bezahlen. Rechne den Totalbetrag aus, den Dave an die Bankbezahlt. Um welchen Betrag verteuert sich der Roller durch den Kredit?

3. Vergleiche die Situation von Herrn Fischers Arbeitgeber mit der Situation von Dave. Wo liegt eine Investition vor? Welches Ziel verfolgt das Unternehmen, welches verfolgt Dave? Welche finanziellen Folgen hat der Kredit für das Unternehmen, welche für Dave?

SPOTLIGHT

Schuld

Unter Schulden wird im Allgemeinen die Verpflichtung verstanden, jemandem etwas zurückzuzahlen. Daher werden Schulden auch oft als das Gegenteil von Vermögen bezeichnet. In der Regel muss für Schulden ein Zins bezahlt werden.

Problematisch werden Schulden dann, wenn weder der geschuldete Betrag zurückbezahlt noch die Zinsen beglichen werden können.

Investition

Bei einer Investition werden (geliehenes) Geld oder Waren eingesetzt, um damit einen Gewinn zu erzielen.

Überschuldung

Eine Bassgitarre als Investition?

1. Berechne, wie viel Geld Julie pro Monat auf die Seite legen muss, um in vier Jahren die gleiche Ausrüstung zum gleichen Preis kaufen zu können.

Einnahmen der Band

Jedes der fünf Bandmitglieder erhält etwa 80 Franken pro Monat. Von den jährlich erspielten 10 000 Franken wird die Hälfte für Proberaum, Transport, Organisation, Unterhalt usw. verwendet.

2. Reichen die Einnahmen der Band, damit Julie genug Geld für einen neuen E-Bass sparen kann?

3. Du kennst nun Julies finanzielle Möglichkeiten recht gut. Was rätst du ihr? Begründe deinen Rat.

Was wäre, wenn …

… die Band weniger Auftritte erhält und die Einnahmen kleiner werden?

… der Bass schon nach zwei Jahren ersetzt werden muss?

FOKUS

Sparen

Sparen bedeutet, einen Teil des zur Verfügung stehenden Geldes auf die Seite zu legen und nicht für den Konsum auszugeben. Sparen ist also

aufgeschobener

Konsum. Schulden dagegen sind häufig

vorgezogener

Konsum.

Gespart wird aus vielerlei Gründen, z. B.

•um Reserven zu bilden, auf die man in der Not zurückgreifen kann,

•für längere Ferien,

•für grössere Anschaffungen, z. B. ein Auto,

•für eine Eigentumswohnung oder ein Haus,

•um ein eigenes Unternehmen aufzubauen,

•um sich eine Weiterbildung zu finanzieren,

•um früher in Pension zu gehen.

Wer spart, möchte sein Erspartes sicher und zinsbringend aufbewahren. Wer nur wenig sparen kann, lässt sein Geld auf dem Lohnkonto oder bringt es auf ein Sparkonto. Dort ist das Geld jederzeit verfügbar und sicher. Allerdings erhält man nur wenig Zins.

Wer sein Erspartes über längere Zeit nicht benötigt, kann es in Aktien, Obligationen oder Fonds anlegen. Damit kann man einen höheren Ertrag erzielen. Dieser wird aber mit einem höheren Risiko erkauft. Denn dasGeld kann bei Kursschwankungen an der Börse teilweise oder ganz verloren gehen.

1.Notiere vier persönliche Sparziele.

2.Setzt euch in Gruppen zusammen, vergleicht eure Sparziele und erstellt eine Rangliste mit den meistgenannten vier Sparzielen.

3.Welche Sparerfahrungen hast du? Tausch dich mit einer Partnerin / einem Partner aus.

Sparen

SPOTLIGHT

Zins

Entschädigung für die Nutzung eines ausgeliehenen Gutes (Mietzins) oder einer Geldsumme (Kredit)

Aktie

Wertpapier, das einen Anteil an einer Aktiengesellschaft (AG) darstellt. Als Aktionär habe ich Anrechtauf einen Teil des Gewinns. Aber die Aktieverliert an Wert, wenn das Unternehmen Verluste macht. Aktien grosser Gesellschaften werden an der Börse gehandelt.

Obligation

Wertpapier, das einen Anteil an einer Anleihe darstellt. Unternehmen oder Staaten beschaffen sich über Anleihen Geld und zahlen dafür einen Zins. Nach einer festgelegten Frist wird die Obligation zurückbezahlt.

Fonds

Ein Sammelbecken für Anlagegelder. Diese werden gebündelt in bestimmten Bereichen angelegt. DieAnlegerinnen und Anleger erhalten einen Anteil am Gewinn. Beispiel: Mit den Geldern eines Immobilienfonds werden Grundstücke und Bauten gekauft.

Risiko

Möglichkeit, dass ein Schaden oder ein unerwünschtes Ereignis eintritt

Rendite

(Jährlicher) Ertrag einer Geldanlage (gemessen in Prozenten der eingesetzten Summe)

Liquidität (Verfügbarkeit)

Möglichkeit, Anlagen/Wertpapiere schnell gegen Geld zu verkaufen.

Der Zinseszins

Vergleiche die beiden Situationen:

1.Julie hat 2000 Franken auf dem Jugendsparkonto. Das Konto wird zu 1Prozent verzinst. Wie viel Geld befindet sich nach drei Jahren auf dem Konto?

2.Julies Freundin hat 2000 Franken Schulden. Sie zahlt 9 Prozent Zins pro Jahr. Da sie die Zinsen für den Kredit gegenwärtig nicht bezahlen kann, muss sie auch die geschuldeten Zinsen verzinsen. Berechne die Höhe der Schuld nach drei Jahren.

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Aktien / Obligationen

SPOTLIGHT

Das magische Dreieck der Geldanlage

Wer spart, will sein Geld möglichst risikofrei und gleichzeitig gewinnbringend anlegen und vielleicht kurzfristig über das Geld verfügen, wenn sich eine bessere Anlagemöglichkeit bietet oder wenn die Lebensumstände es verlangen.

Anlegerinnen und Anleger versuchen daher, zwischen den drei Polen «Risiko», «Rendite» und «Liquidität» das Optimum zu finden. Denn eine risikofreie Anlage ist in der Regel mit geringem Ertrag verbunden, ein hoher Ertrag mit einer langfristigen Anlage oder einem hohen Risiko.

Magisch heisst das Dreieck, weil sich die drei Anlageziele gegenseitig beeinflussen und eigentlich immer nur zwei Ziele erreicht werden können.

Übersicht Anlageformen

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1.Informiere dich auch im Internet über die oben aufgeführten Anlageformen und fülle die leeren Felder aus.

2.Berate Julie. Welche Anlageform ist passend für ihre Situation? Begründe deinen Entscheid und diskutiere das Ergebnis mit einer Partnerin / einem Partner.

3.Du hast das ganze Heft gelesen, alle Aufgaben gelöst und Neues erfahren. Notiere drei neue Erkenntnisse, die für dich persönlich wichtig sind.

LÖSUNGEN

Seite 4

Aufgabe 1: Für die Reise sprechen Freude und Spass, gegen die Reise spricht die Knappheit an Geld und Zeit.

Aufgabe 2: Entweder geniesst Brian das Endspiel oder er bereitet sich auf die Aufnahmeprüfung vor, beides zusammen geht nicht.

Aufgabe 3: Die Antwort ist abhängig von den individuellen Einstellungen.

Aufgabe 4: Die Aufnahmeprüfung dürfte sich – das positive Ergebnis vorausgesetzt – stärker auf die Zukunft auswirken, weil die Matur Brian zahlreiche Optionen offenhalten wird.

Aufgabe 5: Es gibt kein Rezept, das für alle gilt. Eine empfehlenswerte Möglichkeit ist das Notieren von Vor- und Nachteilen.

Aufgabe 6: Der Rat wird individuell ausfallen. Wichtig sind jeweils die Argumente.

Seite 5

Aufgabe 1: Beispiel

•Handy
15.–

•Kleider/Schuhe 70.–

•Coiffeur/Körperpflege/Hygiene30.–

•Velo/Mofa10.–

•Schulmaterial (ohne Lehrmittel und Ausflüge)15.–

•Taschengeld/Diverses60.–

Aufgabe 2

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Aufgabe 3: Wenn er von seinem Jugendlohn monatlich 25 Franken zum Verdienst als Ausläufer hinzufügen kann, so kann er monatlich 100 Franken zur Seite legen und benötigt zusammen mit den Geschenken lediglich vier Monate, um die 800 Franken zusammenzubringen.

Aufgabe 4: Diese Einnahmen sind nur relativ sicher. Je weiter in die Zukunft sich die Erwartung erstreckt, desto unsicherer sind die Einnahmen.

Aufgabe 5: abhängig von den Resultaten in der Klasse

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Die Lösungen sind individuell. Bei der Frage nach dem Umgang mit Knappheiten («Diskussion») ist der Aspekt des Planens zentral. Da Geld in der Regel knapp ist, sollten die Ausgaben nicht spontan – d. h. dem momentanen Bedürfnis folgend – erfolgen.

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Die Lösungen sind individuell. Wichtig ist, dass die Lernenden sich ihr eigenes Freizeit- und Konsumverhalten bewusst machen.

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Auch hier sind die Lösungen weitgehend individuell. Wenn die Lernenden merken, dass die Werbung gezielt emotionale Werte anspricht, können sie vielleicht bewusster damit umgehen.

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Aufgabe 1 : Brian darf diese Botengänge ausführen.

Aufgabe 2: Die Antwort wird individuell ausfallen, aber der Lohn inklusive Trinkgeld ist sicher angemessen.

Aufgabe 3: Rasenmähen, Zeitungen verteilen, in den Ferien Schulhaus reinigen usw.

Aufgabe 4: Schutz der Jugendlichen, v. a. vor Überlastung, Nachtarbeit, Gesundheitsgefährdung usw.

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Aufgaben 1 und 2: Das Zuordnen der Werte bei Aufgabe 2 kann zu abweichenden Resultaten führen.

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Aufgabe 3: Arzt/Ärztin, Richter/-in, Pilot/-in, Goldschmied/-in, Apotheker/-in, Pfarrer/-in usw. (allg. Tätigkeiten mit hoher Entlohnung, mit langer Ausbildung, mit gesellschaftlichem Einfluss, Umgang mit wertvollen Materialien/Substanzen)

Aufgabe 4: Reinigung (WC bis Strassen oder Kanäle), Entsorgung (Abfall usw.), Schlachter (allg. Tätigkeiten mit schwerer körperlicher Belastung, monotone Tätigkeiten, Tätigkeiten im engen Kontakt mit Schmutz)

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Aufgaben 1 und 2: Vom Bruttolohn werden Beiträge abgezogen, die die Arbeitnehmerin / der Arbeitnehmer an gesetzlich vorgeschriebene Versicherungen leisten muss: AHV (5,15 %), ALV (1,10 %), NBU (Nichtberufsunfallversicherung, 1,06 %), KTG (Lohnausfall, 0,15 %), BVG (Pensionskasse, ? %). Als Schätzwert gilt: Eswerden dafür insgesamt rund 15 % vom Bruttolohn abgezogen.

Aufgabe 3

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Aufgabe 4: Unterschiedliche Interessen und Begabungen, familiäre Vorbilder und Traditionen, Fleiss und Ehrgeiz sowie Umfeld und Förderung führen zu unterschiedlichen Berufen.

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Aufgabe 1

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Aufgabe 2: Der finanzielle Spielraum wird bei der Reserve, dem frei verfügbaren Betrag und dem Wohnen grösser. Die Steuern nehmen ebenfalls zu.

Aufgabe 3: Familie Fischer wird mit einem Budget gemäss linker Spalte (Nettolohn: 7500 Franken) rechnen. Philipp darf somit 120Franken ausgeben.

Aufgabe 4: Achtung! Die Beträge der beiden Kinder sind in der Tabelle zusammengefasst. Brians Jugendlohn darf als grosszügig bezeichnet werden.

Was wäre, wenn ...? Die Zahnarztrechnung wird – soweit nicht eine Versicherung dafür aufkommt – aus den Rückstellungen bezahlt werden müssen.

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Aufgaben 1 bis 5

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Aufgabe 1: Bargeld ist physisch fassbar und eine sichere Einnahme, Überweisungen sieht man nur als Ziffern.

Aufgabe 2: Bargeld muss zuerst beschafft werden, das Herumtragen von Bargeld bringt Risiken mit sich, und Bargeld muss ja auch wieder auf ein Konto eingezahlt werden.

Aufgabe 3: Mit Zahlungseingang wird das Eintreffen des Geldes bezeichnet, mit dem eine Ware oder eine Dienstleistung bezahlt wird. Man spricht von Zahlungseingang, weil das Geld auf das Konto des Geschäftspartners überwiesen werden muss. Mit der Rechnung verlangt der Leistungserbringer / die Lieferantin, dass der vereinbarte Preis auf ein bestimmtes Konto überwiesen wird. Rechnungen müssen bestimmte formale Bedingungen erfüllen. Auf der Rechnung stehen …

•Name und Adresse des Lieferanten

•Name und Adresse des Empfängers

•Lieferdatum

•die genaue Bezeichnung der Lieferung oder Dienstleistung

•der Preis der Lieferung bzw. Dienstleistung

•der verrechnete Mehrwertsteuerbetrag

Aufgabe 4: Barzahlung, Kreditkarte, Überweisung

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Was wäre, wenn ...? Geld müsste physisch überbracht werden (z. B.zum Steueramt), was sehr aufwändig und risikoreich wäre. Das Bargeld müsste immer wieder abgezählt, sortiert und irgendwo sicher aufbewahrt werden.

Aufgabe 1: individuelle Antwort

Aufgabe 2: Der Begriff wird sehr vielfältig verwendet (z. B. E-Mail-
Konto). Im aktuellen Zusammenhang wird damit eine (elektronische) Datei bezeichnet, die Informationen (Geldeingänge und -ausgänge) über das bei einer Bank gespeicherte Geld einer Kundin / eines Kunden festhält.

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Aufgaben 1 und 2: individuelle Lösungen

Aufgabe 3: Wenn die Idee Früchte tragen soll, muss sie ernsthaft vorangetrieben werden. Das setzt eigentlich den Einsatz der ganzen Klasse über eine lange Zeit hinweg voraus.

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Ein Modell-Businessplan – auch in dieser rudimentären Form – kann nicht vorgegeben werden. Denn dieser muss die spezifischen Eigenheiten des jeweiligen Projekts aufnehmen. Weiterführende Angaben finden sich unter www.kmu.admin.ch/kmu-gruenden/03476/03505/index.html?lang=de oder startups.ch/de/vorbereiten/businessplan-erstellung/zielgruppen/.

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Aufgabe 1: Was wäre, wenn … ? zeigt deutlich auf, dass auch bei einem kleinen Pausenkiosk allerlei schief laufen kann. Daher müssen Risiken klein gehalten werden (z. B. durch Absprachen mit der Schulleitung), und es müssen Reserven gebildet werden (Rückstellungen).

Aufgaben 2 und 3: Mit geschätzten 3800 Franken wäre zumindest eine Basis für eine Klassenreise vorhanden.

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Aufgabe 1: nicht beantwortbar, da die Qualität der Ware nicht bekannt ist; individuelle Vermutungen/Vorurteile

Aufgabe 2: individuelle Antworten

Aufgabe 3: Bedürfnisse und Angebote sorgfältig abklären, Vor- und Nachteile notieren und abwägen, Finanzierung abklären

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Aufgabe 1: Julie wird netto auf rund 600 Franken kommen, ihr Budget wird sich also eng am Beispiel mit 550 Franken orientieren.

Aufgabe 2: Julies Spielraum ist klein. Sofern sie nicht auf Erspartes zurückgreifen kann, muss sie die Gitarre aus dem monatlichen Sparbetrag von rund 100 Franken finanzieren.

Aufgabe 3: Die Kosten für Wohnen und Essen, Krankenkasse und Gesundheit werden nach wie vor von den Eltern gedeckt.

Aufgabe 4: Zivilgesetzbuch (ZGB) Artikel 323 lässt viel Spielraum für Diskussionen.

1 Was das Kind durch eigene Arbeit erwirbt und was es von den Eltern aus seinem Vermögen zur Ausübung eines Berufes oder eines eigenen Gewerbes herausbekommt, steht unter seiner Verwaltung und Nutzung.

2 Lebt das Kind mit den Eltern in häuslicher Gemeinschaft, so können sie verlangen, dass es einen angemessenen Beitrag an seinen Unterhalt leistet.

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Aufgaben 1 bis 4

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Aufgabe 1: Eine einfache Rechnung ohne Amortisation der Anlage und Zinseszins sieht folgendermassen aus: 1 000 000 x 5,25 % = 52 500 Franken Zins pro Jahr, jährlich 200 000 Franken Rückstellung für die Rückzahlung. Zu erwirtschaften sind pro Jahr aus dem zusätzlichen Geschäft also mindestens 250 000 Franken.

Aufgabe 2: Der Roller kommt 454 Franken teurer, das ist ein Aufschlag von mehr als 14 Prozent gegenüber dem Barkaufpreis.

Aufgabe 3: Unternehmen will Geschäft vergrössern, investiert in ein Anlageobjekt und kann seinen Kredit aus dem wachsenden Gewinn zahlen. Dave will Spass haben und wird durch die Zahlungen in seinen finanziellen Möglichkeiten eingeschränkt.

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Aufgabe 1: 3500 Franken / 48 Monate = 73 Franken monatlich

Aufgabe 2: Nur knapp, sofern die Einnahmen mindestens gleich und die Unterhaltskosten für die Ausrüstung sehr klein bleiben.

Aufgabe 3: Eigentlich übersteigt der Kauf Julies finanzielle Möglichkeiten. Bei strikter finanzieller Disziplin ist er trotzdem möglich. Aber vielleicht geben die Eltern einen günstigeren Kreditals die Bank. Und: Julie muss anfangen, Rückstellungen zu bilden.

Was wäre, wenn ...? Damit ist der finanzielle Rahmen von Julie definitiv gesprengt.

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Aufgaben 1 bis 3: individuelle Antworten

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Aufgaben 1 und 2: Bei einem höheren Zinssatz wirkt sich der Zinseszins-Effekt stärker aus.

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Aufgabe 1

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Aufgabe 2: Für Julie ist ein Jugendsparkonto die beste Lösung, da die Rendite höher ist als auf dem Lohnkonto und ihre kleinen Sparbeträge keine anderen Anlagen sinnvoll erscheinen lassen.

Aufgabe 3: individuelle Lösungen